WAS TAUGEN TOOLS #6

Tool: Canva
URL: www.canva.com

Was taugen Tools - fragen wir uns jeden Monat und testen unter diesem Motto Online-Tools, die wir zum Teil selbst einsetzen. Diesmal geht es um das Thema Webdesign, jedoch nicht nur um das Designen FÜRS Web, sondern vielmehr um das Designen IM Web. Canva heißt das Tool und was es drauf hat, erfahrt ihr im folgenden Test. Auf geht's...


Bild: canva.com

Bild: canva.com

In 23 Sekunden wird jeder zum Designer

Canva ist eine webbasierte App, mit der es möglich ist, anschauliche Design-Grafiken zu erstellen. Aufgrund zahlreicher Vorlagen, die bereits angepasste Größen sowie Designs für jegliche Anwendungsbereiche bereitstellen, wird das Erstellen von professionellen Grafiken zum Kinderspiel...für JEDEN! 

So viel zur Theorie, jetzt wird getestet!

Wir hatten ja auch schon so einiges vom Startup aus Sydney gehört - 2012 gegründet, unter anderem unterstützt durch Rocket Internet und einige beachtliche Funding-Runden hinter sich. Eine erfolgreiche Startup-Geschichte! Die Anwendung an sich kannten wir jedoch noch nicht, was sich schnell ändern sollte, denn nach eigener Aussage unterscheidet sich Canva von anderen Tools vor allem in einem Punkt: es ist schnell zu lernen. In nur 23 Sekunden soll jeder individuelle Grafiken erstellen können.

Wie bei jeden Web-Tool, kommt man auch hier nicht um eine Anmeldung und die Erstellung eines Accounts umher. Ist man dann angemeldet und eingeloggt, springen einem gleich jede Menge bunte Bilder entgegen. Alle recht ordentlich durchgestylt und nach Anwendungsfeld vorkonfiguriert. Ob Social Media Posts für Facebook, Twitter & Co., eBook-Vorlagen oder Marketing Materials (die Augen strahlten sofort), die passenden Maße sind fertig vordefiniert. Einfach auswählen und losdesignen. Was jetzt hier so einfach klingt, ist wirklich nicht viel schwerer, als sich auf dem Weihnachtsmarkt für einen zweiten Glühwein zu entscheiden. Jedes der vorgeschlagenen Designs kann man 1 zu 1 übernehmen und dann anpassen. Hier noch schnell die Größe angepasst, da noch eine der zahlreich zur Verfügung stehenden Schriftarten ausgewählt, schnell noch ein eigenes Hintergrundbild hochgeladen (werden übrigens in der 1GB großen Canva-Cloud gespeichert) und fertig ist der neue Flyer, Banner, Post oder was auch immer man möchte. Hat man mal kein passendes Hintergrundbild zur Hand, so bietet Canva eine Foto-Datenbank mit über 1.000.000 Stock-Bildern (gerade einmal 1 EUR pro Bild). 

Was bietet der „Pro Account“ ?

Da es Canva möglichst vielen Benutzern einfach machen möchte, anschauliche Design-Grafiken zu erstellen, gibt es den Großteil der Funktionen, wie Formen, Schriften, fertige Vorlagen oder gar einige kostenlose Stock-Bilder, bereits in der Free-Version. Wer noch umfangreichere Features braucht und seinem Design noch mehr Individualität geben möchte, der kann zur „Pro Version“ wechseln. Hier hat man u.a. die Möglichkeit eigene Fonts hochzuladen, die fertigen Designs als PDFs direkt in Druckqualität und -form ausgeben zu lassen, mit bis zu 50 Personen oder Kollegen gemeinsam auf der Plattform oder an einem Entwurf zu arbeiten oder eine Art Corporate Design mit Farben, Schriften und Logos zu erstellen. Das Ganze wird dann mit 12.95$ im Monat berechnet.

Im Web und jetzt als App

Seit wenigen Monaten gibt es Canva nun auch als App für iOS. Erste Tests erwiesen sich hierbei als ähnlich benutzerfreundlich wie in der Web-Anwendung, wenn auch noch nicht ganz so ausgereift. Auf jeden Fall kann man gespannt darauf sein, was Canva noch so alles entwickeln wird, um noch mehr Nutzer für sich zu begeistern. Mit den aktuell sieben verschieden Sprachen, erreichen sie ja bereits jetzt ein recht großes Publikum.

Fazit

Ob Photoshop, InDesign oder Ilustrator, jedes dieser Programme ist so umfangreich und komplex, dass mindestens ein Workshop notwendig ist, um es zu erlernen oder halbwegs einsetzen zu können ... vorausgesetzt man hat das grundlegende Talent für Design. Natürlich kann man die Funktionen nicht mit denen von Canva vergleichen, die Ergebnisse, die sich damit jedoch erzielen lassen, kann man dennoch vorzeigen ... selbst wenn man lediglich die kostenlose Version verwenden möchte. Probiert es doch einfach selbst einmal aus.
Wir meinen: Absolut empfehlenswert!

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