AdWords ist für viele Unternehmer noch immer ein Buch mit sieben Siegeln. Welche Kennzahlen müssen betrachtet werden, wie kann man mit geringerem Budget mehr Leute auf seine Website ziehen und warum sind die Mitbewerber eigentlich immer auf den Plätzen weiter oben? Wir wollen euch heute 3 Tipps an die Hand geben, die Google empfiehlt, um bessere Anzeigen zu schalten. Auf geht's!

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1. Lege Top-Keyword Kampagnen an

Google zieht bei der Bestimmung des Qualitätsfaktors eine Reihe von Faktoren in Betracht, die selbst die Googler nicht alle kennen. Eines lässt sich aber ohne große Vermutungen sagen: Google will immer, dass den Nutzern die relevanteste Anzeige gezeigt wird. Hierbei entwickelt sich die Klickrate zur wichtigsten Kennzahl. Wenn Suchende auf eure Anzeige klicken, belohnt Google das durch die Verbesserung des eigenen Qualitätsfaktors und ermöglicht es euch, weniger pro Klick für die Anzeigenposition aufzubringen oder die Anzeige an höherer Stelle für niedrigere Kosten auszuliefern. Aber wie lässt sich die Klickrate steigern?

Die Mehrheit der bezahlten Suchleistung kann auf einen kleinen Prozentsatz von Keywords zurückgeführt werden. Optimiert man genau diesen kleinen Keyword-Anteil, kann das den größten ROI ergeben. Wenn eure Kampagne für 30 - 90 Tage gelaufen ist, solltet ihr in der Lage sein, die Top-Keywords und Suchanfragen auszuwählen.

Werft einen Blick auf euer AdWords-Dashboard oder den Suchabfragebericht, um diese Top-Performer zu finden. Ihr könnt diese Schlüsselwörter sehr schnell erkennen, da sie wahrscheinlich das ganze Budget verschlungen haben. Nehmt euch die besten Keywords aus jeder Kampagne und verschiebt sie in eine eigene Single Keyword Adgroup (SKAG) zusammen mit benutzerdefinierten Anzeigen. Bei den SKAGs wird in jeder Anzeigengruppe nur ein einziges Keyword hinterlegt. Dadurch kann man die Performance von einzelnen Top-Keywords exakt steuern und optimieren. Die Anzeige ist dadurch genau auf das Keyword abgestimmt, was zu einer höheren CTR und besseren Bewertung durch Google führt.

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Verwendet zusätzlich negative Keywords und Exact Match Keywords, damit der Suchende genau das findet, was er braucht und eure Anzeigen noch mehr an Relevanz und Qualität gewinnen.  
 


2. Füllt eure Anzeige mit Anzeigenerweiterungen auf

Die Verwendung von Anzeigenerweiterungen ist einer der einfachsten Schritte, den ihr ergreifen könnt, um die CTR zu erhöhen, während das Budget konstant bleibt. Das klingt wie ein alter Hut, aber mit dem Verlust der AdWords-Anzeigen auf der rechten Seite der Suchergebnisseite, ist die Rolle der Anzeigenerweiterungen wichtiger als je zuvor.

Das Hinzufügen aller relevanten Anzeigenerweiterungen ist sowohl für euer Unternehmen, als auch für den Endbenutzer von Vorteil:

  • Googles Ad-Rank berücksichtigt die geschätzten Auswirkungen von Erweiterungen. Wenn zwei konkurrierende Anzeigen den gleichen Qualitätsfaktor und das gleiche Gebot haben, wird die Anzeige, bei der man durch Anzeigenerweiterungen den größten Effekt erwartet,  in einer höheren Position als die andere Anzeige erscheinen.
  • Die Nutzung von Anzeigenerweiterungen kann die Leistung eurer Anzeige um bis zu 50% in den Suchergebnissen erhöhen.

Im Hinblick auf die AdWords-Optimierung sind hier zwei der am häufigsten vernachlässigten Anzeigenerweiterungen, die ihr verwenden sollten:


Structured Snippets:

Noch relativ neu, wird diese Erweiterung von Anzeigentreibenden bisher recht wenig genutzt. Structured Snippets erlauben es Werbetreibenden zusätzliche, nicht klickbare Details über ihr Geschäft anzugeben. Dabei handelt es sich um zusätzliche Stichworte. Unternehmen wie E-Commerce-Händler und Einzelhandelsgeschäfte könnten Structured Snippets beispielsweise verwenden, um die Marken aufzulisten, die sie auf Lager haben. 

Die Snippets können auf Kontoebene, Kampagnenebene oder für spezifische Anzeigengruppen eingestellt und geplant werden.

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Rezensions-Erweiterungen:

Die Bewertungen sind eine der wertvollsten Erweiterungen. Durch diese verleiht ihr eurem Unternehmen einen Vertrauensvorsprung und verbessert die Wahrnehmung auf potentielle Kunden. Laut Google können Review-Eweiterungen die CTR um bis zu 10% steigern - ohne zusätzliche Kosten.

Google wird allerdings keine persönliche Bewertung von euren Nächsten akzeptieren, egal wie überzeugt diese von euch sind. Alle Bewertungen müssen aus einer renommierten Drittanbieter-Quelle stammen. Die Rezensionen müssen mit der Original-Quelle angegeben und sollten von euch nicht verändert werden.  Achtet außerdem darauf, dass die Rezensionen nicht älter als ein Jahr sind und euer Firmenname in der Bewertung gar nicht oder zumindest wenig auftaucht. So könnt ihr sichergehen, dass Google die Bewertungen auch wirklich durchgehen lässt.

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3. Betrachtet KPIs nie allein

Was ist der wichtigste Messwert in AdWords? Jeder Werbetreibende hat einen anderen Messwert, den er als Nonplusultra erachtet. KPIs können für jedes Unternehmen unterschiedlich sein, aber sie sollten immer einen Begleiter haben - nämlich einen anderen Messwert, der unmittelbar angrenzt und ein rundes Gesamtbild ergibt. Wie wäre es mit einem Beispiel?

Click-Through-und Bounce-Rates

Angenommen ihr habt die CTR als wichtigste KPI für euch auserkoren (was ihr wirklich in Betracht ziehen solltet!) - CTRs sind gut geeignet, um zu sagen, ob eure Anzeige gut funktioniert und sich Leute dafür interessieren. Auch wir empfinden die Click-Through-Rate als wichtigen Messwert für Adwords. Doch so ganz auf eigene Faust können wir dadurch noch nicht feststellen, ob der Nutzer auf der Seite gefunden hat, was er wollte. Hier kommt der beste Freund der CTR ins Spiel - die Bounce-Rate. Betrachtet man beide Messwerte mit gleicher Wichtigkeit, lässt sich daraus ableiten, ob die weitergeleitete Seite genau so relevant für die Suchenden war, wie die Anzeige. Ist eure Click-Through-Rate sehr hoch und eure Bounce-Rate ebenso, kann das ein Zeichen dafür sein, dass ihr in der Anzeige etwas versprochen habt, was sich auf der Seite nicht wiederspiegelt - und somit uninteressant für den User ist. Wenn du eine hohe CTR und eine niedrige Bounce Rate hast, scheinst du alles richtig zu machen!

Es gibt noch weitere solcher KPI-Beziehungen, die ihr im Zusammenhang betrachten müsst, um wirklich Rückschlüsse aus eurer Anzeige ziehen zu können. Wenn ihr daran denkt, dass kein Messwert für sich allein stehen kann, sondern alles im Zusammenhang betrachtet werden muss, könnt ihr dahingehend Anzeige und Unterseite optimieren.  Dadurch werdet ihr mit euren AdWords-Anzeigen sicher mehr Erfolg haben.

 

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