Die 2 schönsten Sachen im Leben sind Marketing und Fußball! Natürlich stimmt das nicht ganz, jedoch wird eine große Anzahl an Europäern bestätigen, dass Fußball ganz weit vorn in der Liste der schönsten Nebensachen der Welt liegt.

Da wir von MarkOp in Leipzig, der Gründungsstadt des Deutschen Fußball-Bundes, sitzen und allein deshalb schon ein gewisses Grundinteresse für Fußball hegen, möchten wir herauszufinden, wie die einzelnen deutschen Fußballvereine im Internet aufgestellt sind. Angeschaut haben wir uns dabei die Vereine der 1. und 2. Bundesliga im Bezug auf ihre offizielle Vereinswebseite und ihren Auftritt in den 3 bekanntesten sozialen Netzwerken. Uns interessierte vor allem, was die Zahlen über Themen wie Wettbewerbsfähigkeit und Marktwert aussagen und haben sie daraufhin genauer analysiert.

 

Monatliche Zugriffszahlen der Vereinswebseiten – Dresden und St. Pauli sind erstklassig

Eine der ersten Anlaufstellen eines Fußballvereins ist neben dem Stadion sicherlich die offizielle Webseite. Über diese Homepage werden News zu neuen Transfers oder aktuelle Insights zum Verein veröffentlicht. Bekannt und immer wieder thematisiert sind die Besucherzahlen in den Stadien, aber wie sieht es mit den Websitebesuchern aus? Wir beziehen uns in den folgenden Grafiken auf die monatlichen Besucher der deutschen Vereinswebseiten. Mögliche Vereinswebseiten auf ausländischen Domains werden nicht mit in Betracht gezogen.

Datenquelle: SimilarWeb / Stand Mai 2017

Die Platzhirsche unter den Vereinswebseiten in Deutschland gehören auch den 2 erfolgreichsten Vereinen der letzten Jahre. Der FC Bayern München und Borussia Dortmund liegen mit 1,9 Mio Webseitenbesuchern pro Monat (Mai 2017) gleichauf und haben damit fast 3 Mal so viele Besucher, wie die Seite der auf Platz 3 liegenden Borussia aus Mönchengladbach. Mit den Teams von Dynamo Dresden, FC St. Pauli, Eintracht Braunschweig, 1. FC Nürnberg und dem VFL Bochum schaffen es 5 Vereine der 2. Bundesliga mit ihren Vereinswebseiten unter die Top 18 Deutschlands. 

Hier die gesamte Liste der Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga:

Datenquelle: SimilarWeb / Stand Mai 2017

Datenquelle: SimilarWeb / Stand Mai 2017

 

Soziale Netzwerke sind mittlerweile die weitaus relevantere Plattform

Die Besucher der Vereinswebseiten sind heutzutage natürlich nicht die ganze Wahrheit, wenn man über die Reichweite im Internet spricht und bilden sogar nur einen sehr kleinen Teil der Online-Fangemeinde. Soziale Netzwerke sind mittlerweile die weitaus relevantere Plattform, um seine Fans und Follower anzusprechen. Erreicht zum Beispiel der FC Bayern München 1,9 Millionen Menschen im Monat über seine Webseite, so sind es über die 3 größten sozialen Netzwerke ganze 57 Millionen Menschen, die die Posts der Münchner sehen können.

Hier die Liste der Top 18 Vereine aus Deutschland im Social-Media-Vergleich:

 

Anzahl der Abonnenten in sozialen Netzwerken - Deutschland (Angaben in Tsd.)
Datenquelle: Facebook, Twitter, Instagram / Stand Juli 2017

 

Auch hier schaffen es mit St. Pauli und Nürnberg zwei Teams der aktuell 2. Bundesliga unter die Top 18. Wie zu erwarten war, sind es vor allem die auf Bilder- und Video-Inhalten basierenden Netzwerke Facebook und Instagram, die die größten Followerzahlen verzeichnen. Um auch in den sozialen Netzwerken die internationalen Fans bestmöglich anzusprechen, setzen viele Vereine auf mehr als nur den deutschen Account. Der FC Bayern München beispielsweise hat 4 weitere Accounts auf Twitter, für Vereins-Inhalte, die in anderen Ländern interessant sind (England, Spanien, Arabischer-Raum und die USA). In unserer Übersicht haben wir alle offiziellen Vereins-Accounts auf dem jeweiligen Netzwerk zusammengefasst.

Dennoch zeigt sich bei den sozialen Netzwerken, dass Fußball-Deutschland noch einiges gegenüber der internationalen Konkurrenz aufzuholen hat. Gerade die spanischen und englischen Vereine sind es, die ganz klar die Nase vorn haben und nur der FC Bayern München und Borussia Dortmund können mithalten.

Hier die internationale Liste der Top 15 Klubs im Social-Media-Vergleich:

Anzahl der Abonnenten in sozialen Netzwerken - International (Angaben in Tsd.)
Datenquelle: Facebook, Twitter, Instagram / Stand Juli 2017

Die mit Abstand größten Follower-Werte haben Real Madrid und der FC Barcelona. Natürlich liegt das an den großen Erfolgen der letzten Jahrzehnte, der dadurch resultierenden Aufmerksamkeit und aber sicher nicht zuletzt auch an den jährlichen Käufen von internationalen Starspielern. Diese werden zwar in erster Linie fürs Tore-Schießen verpflichtet, aber Ronaldo, Messi und Co erhöhen auch die mediale Reichweite und die damit verbundenen Umsätze. Wie viel genau, kann man erahnen, wenn man sich die Zahlen des bekanntesten Fußballers der Welt anschaut, Cristiano Ronaldo.

Abonennten in sozialen Netzwerken - International (Angaben in Tsd.)
Datenquelle: Facebook, Twitter, Instagram / Stand Juli 2017

Wenn man bedenkt, dass allein der derzeit wohl bekannteste aktive deutsche Fußballer Mezut Özil, mehr Follower in den sozialen Netzwerken verzeichnet als der deutsche Rekordmeister FC Bayern München, ist das schon beachtlich. Die Werte von Cristiano Ronaldo sprechen da jedoch noch eine ganz andere Sprache. Mit seinen Posts erreicht er unglaubliche 280 Millionen Menschen. Wenn wir uns nun vorstellen, dass sich CR7, wie er sich als Marke nennt, mit dem neuen Trikot seines Vereins auf seinen Social-Kanälen zeigt und damit eine viertel Milliarde Menschen weltweit zum Kauf animiert, wundert es nicht mehr, warum Vereine über einen 200 Millionen Transfer nachdenken. 

Auch in der Bundesliga hat sich zur Saison 2017/18 ein spektakulärer Transfer ergeben, zumindest wenn man eine Blick auf die soziale Reichweite wirft. Mit der Verpflichtung von James Rodriguez zum FC Bayern München wird der bisher reichweitenstärkste Bundesligaspieler abgelöst. Erreicht Mario Götze bisher ca. 22 Mio Follower in den 3 Top-Socials, sind es bei James Rodriguez über 77 Millionen. Ob sich der Transfer auch sportlich lohnt, wird sich in der kommenden Saison zeigen.


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