Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist im E-Commerce besonders wichtig, um über die Google Suche von potentiellen Kunden gefunden zu werden. Gerade das Shopsystem Shopify macht es den Anwendern recht einfach den eigenen Shop für Suchmaschinen zu optimieren und so bessere Rankings zu erzielen. Ein bisschen Arbeit gehört trotzdem dazu, deswegen zeigen wir euch, was alles zu SEO für Online Shops dazugehört. Auf geht’s!

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SCHRITT 1 – KEYWORD RECHERCHE

Alles steht und fällt wie immer mit einer guten Vorbereitung. Wisst ihr wonach potentielle Käufer suchen? Wenn nicht, solltet ihr vorher unbedingt eine Keyword Recherche durchführen und eine Keyword-Liste erarbeiten. Nachdem erste Keyword-Ideen bei einem Brainstorming gesammelt wurden, sollten diese auf ihr monatliches Suchvolumen überprüft werden. Das geht mit kostenlosen Tools wie dem Keyword Planner oder dem KW Finder sogar städtespezifisch. Mit Hilfe des Google Keyword Planners oder anderen Tools, die wir hier schon einmal beleuchtet hatten, solltet ihr euch außerdem neue, verlängerte oder verwandte Suchbegriffe anzeigen lassen, um die für euch relevantesten Keywords herauszufiltern. Haltet diese mit ihrem monatlichen Suchvolumen, eurer aktuellen Platzierung darauf und den Cost-per-Click Kosten in einer Tabelle fest. 

Die entstandene Keyword-Liste solltet ihr noch ein wenig verfeinern, indem ihr euch die stärksten Keywords mit dem höchsten Suchvolumen markiert. Auf diese Suchbegriffe stürzt ihr euch als erstes. Auf keinen Fall vernachlässigen solltet ihr Chancen-Keywords. Das sind die Begriffe mit denen ihr bereits ein Ranking auf der zweiten und dritten Seite der Google-Ergebnisse erreicht habt. Diese Keywords spielen für eure Optimierung eine weitere wichtige Rolle und sollten in der Liste hervorgehoben werden. Die restlichen Keywords auf eurer angelegten Liste sollten weder besonders beleuchtet noch außer Acht gelassen werden – verwendet diese einfach wenn es passt, z.B. innerhalb von Produktbeschreibungen als Synonyme. 

TIPP: Verpasst nicht die neuesten und trendigsten Keywords! Mit Tools wie Google Trends könnt ihr neue Themen und Suchbegriffe entdecken und einsetzen, noch bevor die Konkurrenz dafür rankt!  

SCHRITT 2: KATEGORIE- UND PRODUKTSEITEN OPTIMIEREN

Jetzt kann es ans Eingemachte gehen! Schnappt euch eure Keyword-Liste und eure Kategorie-Seiten. Die sind für einen Online Shop aus SEO-Sicht die wichtigsten LandingPages, denn mit diesen könnt ihr mit allgemeinen Keywords bei Google ranken.  Folgende Schritte solltet ihr auf den Kategorie-Seiten angehen:

a. Titel Tag & Meta-Description

Euer auserkorenes Hauptkeyword sollte sich unbedingt im Titel Tag und der Meta-Description wiederfinden. Vor allem der Titel Tag ist für Google ein wichtiger Rankingfaktor und zeigt außerdem den Suchenden an, was er auf eurer Seite erwarten kann. Titel Tag und Beschreibung werden auf der Suchergebnisseite ausgegeben und treten so als erstes Aushängeschild für euern Shop auf. Shopify macht es Shop-Betreibern übrigens besonders leicht. Unter „Collections“ findet man alle Kategorie-Seiten. Unter jeder dieser Seiten kann ein Titel und eine Beschreibung im Abschnitt „Search engine listing preview“ hinzugefügt werden. Shopify zeigt dann automatisch die Google-Vorschau an und gibt eine textliche Begrenzung vor, um ein Abschneiden in den Suchergebnissen zu vermeiden.

 
 

b. Rich Snippets

Eine gute Idee, um in den Google Suchergebnissen noch mehr Aufmerksamkeit und dadurch Klicks zu generieren, ist der Einsatz von Rich Snippets. Bei Rich Snippets handelt es sich um zusätzliche Inhalte, die in den Suchergebnissen angezeigt werden, z.B. Bewertungen oder Unternehmensinformationen. Wie ihr Rich Snippets bzw. Content Types für eure Seiten integrieren könnt, erklärt Google in seinem Guide

c. Überschriften

Kategorie-Seiten beinhalten normalerweise Überschriften. Diese solltet ihr nutzen, um euer Keyword zu platzieren.  Die H1 ist dabei besonders wichtig und bekommt auch von Google einen besonderen Stellenwert zugeordnet, deswegen sollte gerade hier das Keyword gesetzt werden. Verwendet ihr das Keyword auch noch in den Zwischenüberschriften wie H2 und H3, verbessern sich eure Chancen auf ein gutes Ranking umso mehr. Bei Shopify heißt die H1 übrigens einfach „Titel“, dieser kann meist an erster Stelle bearbeitet werden.

d. URL

Euer zu optimierendes Keyword sollte in der URL der ausgewählten Kategorie-Seite vorkommen, damit Suchmaschinen wie Google wissen, was auf dieser Seite zu finden ist. Auf der Kategorie-Seite bei Shopify ist die URL meist der letzte Punkt und kann einfach angepasst werden.

e. Body

Euer wichtigstes Keyword muss auch im Content der Seite vorkommen. Deswegen ist es ratsam kleine, einzigartige Inhalte auf den Kategorie-Seiten zu integrieren. Hierbei kann es sich um einen Text aus 50 Wörtern oberhalb und unterhalb der Produktliste handeln. Nicht nur das wichtigste Keyword sondern auch Chancen-Keywords oder andere Synonyme der Keywordliste können hier einen Platz finden. Achtet aber darauf, dass ihr nicht in Keyword-Spamming verfallt, sondern den Lesern auch einen Mehrwert und weitere Informationen bietet.

f. Bilder

Ein weiterer wichtiger Schritt, den Shopify auch sehr präsent darstellt, ist der Alt-Text in Bildern. Der Alt-Text hilft Suchmaschinen dabei zu verstehen, was ein Bild beinhaltet. Hier sollte das wichtigste Keyword untergebracht werden, um so in der Google(-Bilder)-Suche Chancen auf die vordersten Plätzen zu bekommen. Shopify sieht unter „Edit Image“ extra einen Bereich dafür vor.

 
 

Dieses Vorgehen könnt ihr als nächsten Schritt auch auf den etwas weniger wichtigen Produktseiten durchführen, um diese zu optimieren. Es wird natürlich schwer und aufwendig jedes einzelne Produkt mit SEO-optimierten Beschreibungen, Titel Tags und Co. zu versehen, deswegen solltet ihr euch hier fürs Erste auf eure wichtigsten Produkte stürzen. 

SCHRITT 3: HTTPS UMSTELLUNG

Gerade in einem Online-Shop, in dem mit empfindlichen Kundendaten umgegangen wird, sollte höchste Sicherheit geboten werden. Eine Umstellung von HTTP auf das sichere HTTPS-Protokoll wird nicht nur den Kunden mehr Sicherheit und Vertrauen geben, sondern wird auch von Google belohnt werden

SCHRITT 4: DUPLICATE CONTENT BEHEBEN

Vor allem in Onlineshops findet sich oft Duplicate Content, also Inhalte die genauso auf anderen Seiten und unter anderen URLs zu finden sind. Das liegt daran, dass Onlinehändler oft einfach die Beschreibung des Herstellers für ihre Produkte kopieren. Doppelter Content hat zur Folge, dass Google euren Shop in der Vielzahl der gleichen Inhalte übersehen und schlechter ranken könnte, denn warum sollte die Suchmaschine euren Shop zeigen, wenn er doch den gleichen Inhalt hat, wie viele andere auch? Versucht deswegen einzigartige Inhalte und Produktbeschreibungen zu integrieren. Wie oben bereits erwähnt, wird es sehr aufwendig jedes Produkt einzigartig zu machen. Das ist auch gar nicht nötig, fast jeder Shop hat irgendwo doppelten Content. Konzentriert euch aber darauf, dass eure wichtigsten Produkte, z.B. die mit der größten Marge oder den meisten Verkäufen, aus der Masse herausstechen. 
Ihr könntet außerdem Produktbewertungen ermöglichen, die auf der Produktseite einsehbar sind. Produktbewertungen bescheren euch nicht nur eine längere Verweildauer und Conversion-Rate, sondern zeigen Google, dass eure Produktseite individuell und relevant ist. Bei Shopify könnt ihr mit der kostenlosen Product Reviews App einfach Produktbewertungen ermöglichen. Die Rezensionen können dann direkt auf der Produktseite verfasst werden und werden als Sternebewertung angezeigt. 

SCHRITT 5: BACKLINKS AUFBAUEN

Neben allgemein guten Inhalten und Keyword-Platzierungen ist Linkbuilding, also das Aufbauen von Links, die zum eigenen Shop führen, DER Faktor für ein gutes Ranking in Suchmaschinen. Wenn andere Websites auf den eigenen Shop verlinken ist das für Google ein Zeichen, dass euer Shop relevant und wichtig ist. Aber wie könnt ihr an die begehrten Backlinks kommen. Hier ein paar Tipps:

a. Lieferanten & Hersteller

Ein erster und wahrscheinlich der einfachste Schritt, um an Backlinks zu kommen ist eure Lieferanten, Hersteller oder Dienstleister um eine Verlinkung auf deren Seiten zu bitten. 

b. Foren

Sucht euch themenspezifische Foren oder Blogs heraus und verlinkt euren Shop oder spezielle Produktseiten in den Kommentaren. Bitte macht das aber nur, wenn es zum Thema passt, von den Nutzern erfragt wurde oder den Usern wirklich weiterhelfen könnte. Ansonsten werdet ihr schnell als unerwünschte Spammer wahrgenommen, was euren Ruf erheblich schaden kann.

c. Affiliates und Influencer

Ein sehr wirksamer aber aufwendiger Schritt kann die Zusammenarbeit mit Influencern und Affiliate-Partnern sein. Wenn Personen mit einer großen Reichweite über euch berichten oder Produkte von euch verlinken, bringt euch das am Ende nicht nur wichtige Backlinks sondern auch potentielle Kunden. Diese vertrauen euch in der Regel mehr als anderen Shops, da sie durch eine direkte Empfehlung zu euch gekommen sind. 

All diese Schritte auf einmal umzusetzen wird ein Mammut-Projekt, deswegen solltet ihr euch Schritt für Schritt herantasten und lieber auf Qualität achten, als auf die Anzahl der erledigten Schritte. Wenn ihr Hilfe bei der Umsetzung braucht, stehen wir euch mit unseren SEO und Shopify-Kenntnissen gern zur Seite!


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