Wer ab und an ein Auge in unseren Blog wirft, weiß, dass wir große Fans von Instagram sind! Instagram ist ein toller Kanal, um sich als Unternehmen zu positionieren, wie wir bereits hier gezeigt haben. Vor allem für E-Commerce-Unternehmen bietet der Social Media Kanal enormes Potential. Wie Ihr Eure Produkte auf Instagram verkaufen könnt, zeigen wir Euch jetzt!

 
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Allein die veröffentlichten Instagram-Zahlen sprechen Bände: 800 Millionen Nutzer kann Instagram mittlerweile vorweisen - davon sind 500 Millionen Nutzer täglich aktiv. Für Unternehmen bietet der Kanal somit eine riesige Reichweite ... und es kommt noch besser, denn hier interagieren die User tatsächlich mit Unternehmen. 80% der Instagram-Nutzer folgen mindestens einem Unternehmensprofil und 200 Millionen aktive Instagrammer schauen täglich auf gewerblichen Instagram-Seiten vorbei. Diese Zahlen hat Instagram Ende letzten Jahres im Business Blog veröffentlicht. 
Von großen Marken bis hin zu kleinen DIY-Shops - Unternehmen auf der ganzen Welt setzen auf den Social-Media-Kanal und erzielen hier gute Ergebnisse. Unternehmen und E-Commerce-Händler, die Instagram noch nicht für sich entdeckt haben, könnten womöglich eine große Chance verpassen.

Wir zeigen Euch jetzt einige Tipps, wie ihr eure Produkte mit Instagram verkaufen könnt!

1. LINK IN BIO

Bevor es Stories, Shoppable Posts und Co. gab, war die Biografie auf der eigenen Instagram-Seite der place to be, um auf Produkte aufmerksam zu machen. Hier befindet sich auch heute noch für einige User der einzig klickbare Link, der zur Instagram-Seite hinzugefügt werden kann. Aus Marketingsicht sollte deshalb auf jeden Fall der Link zum Shop gesetzt werden, um den Usern eine Möglichkeit zu geben, gleich zu Euren Produkten zu finden. Wenn Ihr hierfür zusätzlich einzigartige URLs vergebt, die Ihr nur bei Instagram einsetzt, könnt Ihr in Analyse-Tools wie Google Analytics nachvollziehen, wie viele Instagrammer über den Link in der Bio in den Shop gekommen sind.
Ihr hättet gern die Möglichkeit mehrere Seiten zu verlinken? Tools wie Linktr.ee bieten euch eine URL mit Eurem Account-Namen, der zu einer Landingpage führt, auf der Ihr mehrere Beiträge verlinken könnt. Noch cleverer geht Ihr allerdings vor, wenn Ihr Euch selbst über Eure Webseite eine Landingpage erstellt, diese mit Datenschutzerklärung, Impressum und natürlich all den Artikeln, Produkten und Links spickt, auf die Ihr Euch bei Instagram bezieht.

2. Shoppable Posts

 Bild: Instagram

Bild: Instagram

Seit März 2018 bietet Instagram Unternehmensprofilen eine enorm wichtige neue Funktion: Shopping auf Instagram. Händler können seitdem Ihre Produkte in organischen Posts taggen und eine komplett neue Customer Journey gewährleisten – vom ersten Anblick eines Produktes bis zum vollständigen Kauf über Instagram. Die Produkte können einfach während des Posting-Vorganges im Beitrag getaggt werden, ähnlich wie man Personen auf einem Bild markiert. Eure Follower erkennen die Shoppable Posts im Feed dann am kleinen weißen Taschen-Symbol in der oberen rechten Ecke des Bildes. Habt Ihr bereits mehr als neun Shopping-Posts erstellt, erhält euer Unternehmensprofil einen beständigen Shop-Tab, auf dem all Eure Produkte angesehen werden können. Mit dieser Funktion hat Instagram einen großen Teil der Link-Problematik wett gemacht und Instagram zu einem noch unternehmerfreundlicheren Kanal konvertiert. Für Shopping auf Instagram müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt werden:

  1. Ihr besitzt ein Instagram-Business-Profil, das sich in einem der hier aufgeführten Ländern befindet (die DACH-Region ist dabei!).
  2. Die neueste Version der App muss installiert sein.
  3. Euer Unternehmen muss physische Ware vertreiben, die den Handelsrichtlinien entsprechen. Dienstleistungen und Services werden nicht akzeptiert.
  4. Das Profil muss mit dem Facebook-Profil und einem Facebook-Katalog verbunden sein.
  5. Instagram muss den Account für Shopping freigeben.
 
 "Shop"-Tab im Feed neben dem "Anrufen"-Tab

"Shop"-Tab im Feed neben dem "Anrufen"-Tab

 Markierung der Shoppable Posts 

Markierung der Shoppable Posts 

 

Das hört sich im ersten Moment vielleicht nach viel Brimborium an, ist in der Regel aber schnell gemacht. 
 

Aufsetzen der Shoppable Posts

Verbindet Euer Instagram-Profil zu aller erst mit Facebook (falls nicht schon längst geschehen), in dem Ihr im Instagram-Account oben rechts die drei Punkte bzw. das Zahnrad klickt. Unter „Verknüpfte Konten“ könnt Ihr mit Eurem Facebook-Login beide Kanäle verknüpfen. 

Als nächstes müsst Ihr über Facebook einen Katalog mit Produkten anlegen. Das handhabt Ihr entweder in den Einstellungen des Business Managers, in dem Ihr unter „Datenquellen“ einen Katalog mit Produkten anlegt oder direkt auf der Facebook-Page arbeitet. Über Eure Einstellungen könnt Ihr den Tab „Shop“ für Eure Facebook-Seite hinzufügen. Über den entstandenen Shop-Tab können nun einfach Produkte hinzugefügt werden. Wichtig beim Hinzufügen eines Produktes ist es, die exakte URL des jeweiligen Produktes aus Eurem Webshop anzugeben, damit Follower später reibungslos einkaufen können.
Durch die Verbindung des Instagram-Kanals mit Facebook kann Instagram später automatisch auf den gewählten Katalog zugreifen.
Die Verbindung mit einem relevanten Katalog kann neben Facebook auch durch Shopify oder BigCommerce erfolgen.

 
 Facebook Shop am Beispiel talmo

Facebook Shop am Beispiel talmo

 

Danach seid Ihr auf Facebook bzw. Instagram angewiesen. Denn Euer Shop muss erst für das Instagram-Shopping freigegeben werden. Das kann manchmal mehrere Tage dauern. 
Die Produkt-Tags können anschließend in neuen als auch in bereits bestehenden Posts gesetzt werden. Ein Bildbeitrag kann bis zu fünf Produkt-Tags enthalten, ein Karussell Post sogar insgesamt 20.

3. Instagram-Anzeigen

Wie bei Facebook verändert sich auch der Algorithmus von Instagram. Um trotzdem eine große Masse an potentiellen Kunden zu erreichen, können Instagram Ads eingesetzt werden, um auf Produkte aufmerksam zu machen und Käufer in den Shop zu lotsen. 
Sobald Ihr ein Geschäftsprofil auf Instagram eingerichtet habt, kann die Anzeigenschaltung beginnen. Am einfachsten und schnellsten ist das Anlegen von Instagram-Ads über Instagram selbst, indem Ihr auf „Hervorheben“ des jeweiligen Beitrages klickt. Es öffnet sich der Instagram-Anzeigenmanager, in dem Ihr neben dem Kampagnenziel und den Call-to-Actions auch entscheiden müsst, wie viel Geld ausgegeben werden soll, wo die Anzeige ausgestrahlt wird (Story oder Feed), wie lang sie läuft und wer angesprochen wird. Wenn Ihr über diesen Schritt geht, wählt immer eine eigene Zielgruppe aus! Instagram kann Euch eine Zielgruppe erstellen, die sich für Euren Content interessieren könnte, aber Ihr wisst wahrscheinlich immer noch besser, wen ihr wirklich erreichen wollt!

Neben der „Hervorheben“-Funktion könnt Ihr Eure Instagram-Anzeigen natürlich auch über den Werbeanzeigenmanager von Facebook anlegen. Hier habt ihr noch mehr Möglichkeiten für die Anzeigen (z.B. Karroussel-Ads) und könnt besser feinjustieren und managen, ohne dass es unübersichtlich wird.
Startet mit einem kleinen Budget und testet welches Format, welches Zielgruppen-Targeting und welche Tageszeiten die besten für Euch sind. Bewerbt Eure Produkte clever und nutzt verschiedene Wordings und Bildgestaltungen. Shoppable Posts können allerdings noch nicht beworben werden, das bleibt vorerst eine rein organische Funktion.

Was ist eigentlich mit dem Verkauf über Direct Messages?

Wir haben vor allem bei Personen mit Kleingewerbe schon oft mitbekommen, dass diese über die Direct Messages von Instagram verkaufen. Davon raten wir Euch allerdings ab! Die Privatnachrichten sind weiterhin ein tolles Tool, um auf Fragen und Feedback einzugehen, sollten aber aus datenschutzrechtlicher Sicht nicht für Kaufabschlüsse und das Übertragen sensibler Daten genommen werden (Stichwort DSGVO!).
Nutzt die privaten Nachrichten außerdem nicht, um fremden Accounts einfach Werbenachrichten zu senden. Ähnlich wie beim E-Mail-Marketing bräuchtet Ihr hierfür erst die vorherige, ausdrückliche Einwilligung des Angeschriebenen.

Ausblick

Instagram arbeitet auch weiter daran den Social-Media-Kanal noch interessanter für Unternehmen zu machen. Aktuell dürfen einige ausgewählte Accounts in einer Testphase Shoppable Instagram-Stories testen. Ob und wann diese Funktion für alle Nutzer kommt, steht jedoch noch in den Sternen. 
Auch wenn es verlockend erscheint, solltet Ihr Euch zügeln und nicht ausschließlich werbliche Posts machen. Behaltet Eure aktuelle Instagram-Strategie bei und baut Verkaufsposts nur zwischendurch in den Feed ein. Eine gute Möglichkeit Posts mit Shopping-Tags zu versehen ist bei User Generated Content. Viele Nutzer vertrauen dieser Art von Medien mehr, weshalb der Mix aus UGC und Shopping Tags umso spannender wird!
Wir wünschen Euch gutes Gelingen beim Bewerben Eurer Produkte! 


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