Ein neues Projekt, ein spannendes Briefing und jede Menge Ideen im Kopf. Während die einen bereits erste Skizzen entwerfen, denken die anderen an ungewöhnliche Farben, einprägsame Botschaften oder eine völlig neue Bildwelt. Schnell liegen zehn verschiedene Ansätze auf dem Tisch. Doch welche Idee passt wirklich zur Marke und wie entsteht daraus ein stimmiger Auftritt?
Genau hier kommt das Kreativkonzept ins Spiel. Es verbindet einzelne Einfälle zu einer gemeinsamen Leitidee und gibt der Gestaltung eine klare Richtung. Denn auch die originellste Idee verliert an Wirkung, wenn sie nicht zur Marke passt oder sich nicht überzeugend umsetzen lässt.
Wie entwickelt ihr also ein Kreativkonzept, das mehr kann als auf dem Papier gut aussehen? Wir zeigen euch, worauf es ankommt, begleiten euch in sechs Schritten durch den kreativen Prozess und machen anhand eines Beispiels sichtbar, wie eine Leitidee zum Leben erwacht. Eine praktische Vorlage hilft euch anschließend dabei, eure eigenen Ideen in Form zu bringen.
Kurz und Knapp
- Ein Kreativkonzept übersetzt strategische Ziele in eine gestalterische und kommunikative Leitidee.
- Eine durchdachte Leitidee verbindet Gestaltungselemente, stärkt den Wiedererkennungswert und sorgt für eine einheitliche Markenkommunikation.
- Ein klares Briefing, gezielte Ideenfindung und erste Entwürfe helfen dabei, kreative Ansätze in ein umsetzbares Konzept zu verwandeln.
Kurz gesagt: Ein gelungenes Kreativkonzept gibt Ideen eine klare Richtung und schafft die Grundlage für einen unverwechselbaren Markenauftritt.
Was ist ein Kreativkonzept?
Ein Kreativkonzept ist die gestalterische und inhaltliche Grundlage für die kreative Umsetzung eines Projekts. Es legt fest, wie eine zentrale Idee durch Bilder, Farben, Sprache und weitere Gestaltungselemente vermittelt wird. Dadurch entsteht ein roter Faden, der alle kreativen Maßnahmen miteinander verbindet und für einen stimmigen Gesamtauftritt sorgt.
Ein Kreativkonzept kann sowohl die kreative Ausrichtung eines umfassenden Markenauftritts prägen als auch für einzelne Projekte wie Werbekampagnen, Websites oder Produktdesigns entwickelt werden. Dabei übersetzt es strategische Ziele in eine konkrete kreative Richtung. Im Mittelpunkt steht die kreative Leitidee, die als verbindender Gedanke das gesamte Konzept prägt. Somit dient das Kreativkonzept als Orientierung für alle Beteiligten, bevor einzelne Designs, Texte oder andere Kommunikationsmittel ausgearbeitet werden.
Warum sich ein gelungenes Kreativkonzept auszahlt
Eine gute Idee allein reicht noch nicht aus, um Menschen zu begeistern. Entscheidend ist, wie sie ausgearbeitet und vermittelt wird. Ein durchdachtes Kreativkonzept hilft Unternehmen dabei, ihre Botschaften gezielt zu kommunizieren und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Davon profitieren sowohl die Marke als auch die Zusammenarbeit im kreativen Prozess.
Darum lohnt sich ein Kreativkonzept:
Höherer Wiedererkennungswert: Eine unverwechselbare Gestaltung sorgt dafür, dass eure Marke im Gedächtnis bleibt und sich von der Konkurrenz abhebt.
Einheitliche Markenkommunikation: Ob Website, Social Media oder Printmaterialien: Ein Kreativkonzept sorgt für einen konsistenten Auftritt über verschiedene Kanäle hinweg.
Weniger Abstimmungsschleifen: Wenn die kreative Richtung frühzeitig feststeht, lassen sich Entscheidungen leichter treffen und aufwendige Korrekturen vermeiden.
Gezielter Einsatz von Ressourcen: Ein Kreativkonzept hilft euch dabei, passende Gestaltungselemente für verschiedene Anwendungen weiterzuverwenden, statt jedes Mal bei null anzufangen.
Stärkere emotionale Ansprache: Eine passende Bildwelt und durchdachte Botschaften können Gefühle wecken und die Verbindung zwischen eurer Marke und der Zielgruppe stärken.
Ein gelungenes Kreativkonzept zahlt sich damit langfristig aus. Es erleichtert nicht nur die tägliche Kreativarbeit, sondern schafft auch eine Grundlage, auf der sich neue Ideen und Maßnahmen weiterentwickeln lassen.
Die Bestandteile eines Kreativkonzepts im Überblick
Ein Kreativkonzept besteht aus mehreren Bausteinen, die gemeinsam die kreative Ausrichtung eines Projekts bestimmen. Sie reichen von der ursprünglichen Aufgabenstellung bis zu ersten gestalterischen Entwürfen. Welche Elemente wie ausführlich ausgearbeitet werden, hängt vom jeweiligen Vorhaben ab. Ein umfassendes Branding-Projekt stellt schließlich andere Anforderungen als die Gestaltung einer einzelnen Werbeanzeige.
Ausgangssituation und Briefing
Am Anfang steht die Frage, welche kreative Aufgabe gelöst werden soll. Das Briefing liefert dafür die wichtigsten Informationen über das Unternehmen, die Marke und das geplante Projekt. Dazu gehören auch bestehende Herausforderungen, Wünsche und Rahmenbedingungen.
Möchte eine Marke beispielsweise moderner auftreten, sollte das Briefing verdeutlichen, was sich am bisherigen Auftritt ändern soll. Auch vorhandene Gestaltungsrichtlinien, zeitliche Vorgaben und das Budget können eine Rolle spielen. Diese Informationen stecken den Rahmen ab, innerhalb dessen sich das Kreativkonzept entfalten kann.
Ziele und Zielgruppe
Wen soll das Kreativkonzept ansprechen und was soll es bewirken? Die Antworten darauf beeinflussen die spätere kreative Ausrichtung. Während ein Unternehmen beispielsweise seine Bekanntheit steigern möchte, will ein anderes eine neue Markenidentität vermitteln oder bestimmte Emotionen hervorrufen.
Ebenso wichtig ist ein genaues Bild der Zielgruppe. Neben demografischen Merkmalen zählen vor allem Interessen, Bedürfnisse und Erwartungen. Schließlich kann dieselbe Botschaft je nach Zielgruppe völlig unterschiedlich wahrgenommen werden.
Lesetipp: Ihr möchtet eure Zielgruppe noch besser kennenlernen? In unserem Beitrag zur Zielgruppenanalyse zeigen wir euch, wie ihr die Bedürfnisse eurer Kund:innen untersucht und mithilfe von Personae greifbar macht.
Kernbotschaft und kreative Leitidee
Die Kernbotschaft beschreibt, welche zentrale Aussage bei der Zielgruppe ankommen soll. Die kreative Leitidee gibt dieser Botschaft einen eigenständigen Ausdruck und bildet damit das Herzstück des Kreativkonzepts.
Möchte eine Marke beispielsweise vermitteln, dass ihre Produkte kleine Auszeiten im Alltag ermöglichen, könnte die Leitidee „Ein Schluck Pause“ lauten. Dieser Gedanke lässt sich anschließend in verschiedenen gestalterischen und sprachlichen Elementen aufgreifen. Entscheidend ist, dass die Leitidee zur Markenidentität passt und genügend Spielraum für unterschiedliche Anwendungen lässt.
Visuelle Gestaltung und Bildsprache
Wie soll sich die kreative Leitidee optisch widerspiegeln? Hier legt das Kreativkonzept die gestalterische Richtung fest. Dazu gehören unter anderem Farbwelten, Typografie, Bildsprache, Illustrationsstile und grafische Elemente.
Ein wichtiges Hilfsmittel sind Moodboards, auf denen Bilder, Farben und andere visuelle Referenzen gesammelt werden. Sie machen die gewünschte Stimmung greifbar und helfen dabei, unterschiedliche Gestaltungsansätze zu vergleichen. Bei bestehenden Marken dient das Corporate Design als Orientierung. Im Rahmen eines Rebrandings können die bisherigen Gestaltungsrichtlinien jedoch auch gezielt weiterentwickelt werden.
Tonalität und sprachliche Gestaltung
Neben dem Erscheinungsbild prägt auch die Sprache den Charakter eines Kreativkonzepts. Die Tonalität legt fest, wie eine Marke ihre Zielgruppe anspricht. Soll die Kommunikation humorvoll, emotional, sachlich oder eher provokant wirken?
Auch sprachliche Elemente wie Claims, Headlines und wiederkehrende Formulierungen können bereits Teil des Kreativkonzepts sein. Wichtig ist, dass die Sprache zur kreativen Leitidee passt und mit der visuellen Gestaltung harmoniert. Eine verspielte Bildwelt wirkt beispielsweise wenig überzeugend, wenn die dazugehörigen Texte unnötig steif formuliert sind.
Konkrete Anwendungen und erste Entwürfe
Damit die kreative Richtung nachvollziehbar wird, enthält ein Kreativkonzept häufig erste beispielhafte Anwendungen. Dazu zählen etwa Key Visuals, Verpackungsentwürfe, Website-Skizzen oder Social-Media-Motive.
Mithilfe von Mockups lässt sich zeigen, wie die Gestaltung später in einem realistischen Umfeld aussehen könnte. So wird frühzeitig sichtbar, ob sich die Leitidee auf unterschiedliche Formate übertragen lässt und welche gestalterischen Elemente noch angepasst werden müssen.
Diese ersten Entwürfe dienen zunächst dazu, die kreative Richtung zu veranschaulichen. Die detaillierte Ausarbeitung der einzelnen Kommunikationsmittel erfolgt in der anschließenden Umsetzung.
Der Weg zum Kreativkonzept: In 6 Schritten zum fertigen Entwurf
Manchmal entsteht eine gute Idee ganz nebenbei, beim Spaziergang oder mitten im Gespräch. Darauf verlassen solltet ihr euch bei einem Kreativprojekt allerdings nicht. Mit einem strukturierten Vorgehen könnt ihr eure Kreativität gezielt anregen, unterschiedliche Ansätze ausprobieren und die vielversprechendsten Gedanken weiterentwickeln. Die folgenden sechs Schritte zeigen euch, wie ihr dabei vorgeht.
1. Versteht das Briefing
Bevor die ersten Ideen auf dem Papier landen, solltet ihr euch intensiv mit dem Briefing beschäftigen. Lest es aufmerksam durch, tauscht euch mit den Auftraggeber:innen aus und fragt nach, wenn Aussagen unklar bleiben. Besonders wichtig ist, die eigentliche kreative Herausforderung hinter den formulierten Wünschen zu erkennen.
Wünscht sich ein Unternehmen beispielsweise einen moderneren Markenauftritt, lohnt es sich, genauer nachzufragen: Was bedeutet modern für die Marke? Welche Eigenschaften soll der neue Auftritt vermitteln? Und was darf sich auf keinen Fall verändern?
Liegt noch kein ausführliches Briefing vor, solltet ihr zunächst gemeinsam mit den Auftraggeber:innen die wichtigsten Ziele, Anforderungen und Erwartungen klären und schriftlich festhalten.
2. Sammelt Ideen und entdeckt neue Perspektiven
Jetzt darf es kreativ werden! Sammelt zunächst möglichst viele Einfälle, ohne sie direkt zu bewerten. Beim Brainstorming können alle Beteiligten ihre Gedanken einbringen, während Mindmaps dabei helfen, Begriffe miteinander zu verknüpfen und neue Zusammenhänge zu entdecken.
Auch Inspiration außerhalb der eigenen Branche kann spannende Impulse liefern. Schaut euch beispielsweise an, wie Magazine Geschichten erzählen, welche Gestaltung in der Kunst auffällt oder wie andere Marken mit ungewöhnlichen Perspektiven arbeiten.
Notiert dabei auch Ideen, die auf den ersten Blick abwegig erscheinen. Häufig steckt gerade in einem ungewöhnlichen Gedanken ein Ansatz, den ihr später weiterentwickeln könnt. In dieser Phase zählt zunächst die Vielfalt der Möglichkeiten.
3. Denkt kreative Ansätze weiter und findet eine Leitidee
Nach der ersten Ideensammlung habt ihr wahrscheinlich zahlreiche Skizzen, Stichworte und Gedanken vor euch. Nun geht es darum, interessante Ansätze aufzugreifen und ihnen mehr Tiefe zu geben.
Kombiniert beispielsweise zwei Ideen, verändert bewusst die Perspektive oder überlegt, wie sich eine Aussage überraschend darstellen lässt. Mit der SCAMPER-Methode könnt ihr bestehende Ansätze systematisch verändern, indem ihr Elemente unter anderem ersetzt, kombiniert oder anders verwendet.
Anschließend wählt ihr die stärksten Ideen aus. Prüft, welche Ansätze zur kreativen Aufgabe passen, die gewünschte Botschaft vermitteln und genügend Potenzial für die Gestaltung bieten. Hilfreich ist es, eure Favoriten jeweils in einem Satz zusammenzufassen.
Aus dem überzeugendsten Ansatz entwickelt ihr schließlich die kreative Leitidee, an der ihr alle weiteren Entscheidungen ausrichtet. Sie sollte klar genug sein, um Orientierung zu geben, und gleichzeitig Raum für unterschiedliche gestalterische Lösungen bieten.
4. Macht die kreative Richtung sichtbar
Steht die Leitidee, geht es an die visuelle und sprachliche Ausarbeitung. Welche Farben, Bilder und Worte bringen euren zentralen Gedanken am besten zum Ausdruck? Experimentiert mit unterschiedlichen Ansätzen und findet heraus, was eure Botschaft überzeugend vermittelt.
Erstellt dafür beispielsweise ein Moodboard mit passenden Bildern, Farbpaletten, Schriftarten und grafischen Referenzen. Ihr könnt auch mehrere Varianten entwickeln, um unterschiedliche Stimmungen gegenüberzustellen. Vielleicht wirkt ein Ansatz eher minimalistisch und ruhig, während ein anderer mit kräftigen Kontrasten und auffälligen Formen arbeitet.
Denkt dabei auch an die sprachliche Gestaltung. Erste Headlines, Wortspiele oder mögliche Claims helfen euch herauszufinden, wie die Leitidee klingen könnte.
Wichtig ist, dass ihr eure Auswahl bewusst trefft. Jede gestalterische Entscheidung sollte den zentralen Gedanken unterstützen. So entwickelt sich ein gestalterisches Gesamtbild, das eure Leitidee sichtbar macht.
5. Gestaltet erste Entwürfe und erprobt die Idee
Eure ersten Ideen nehmen Gestalt an. Übertragt eure bisherigen Überlegungen auf ausgewählte Anwendungen und prüft, wie die einzelnen Elemente zusammenwirken.
Dafür eignen sich beispielsweise erste Key Visuals, Verpackungsskizzen, Website-Layouts oder Social-Media-Motive. Mithilfe von Mockups könnt ihr die Entwürfe in einem realistischen Umfeld darstellen. So lässt sich besser beurteilen, wie die Gestaltung später wahrgenommen werden könnte.
Probiert ruhig mehrere Varianten aus und vergleicht ihre Wirkung. Funktioniert das Motiv auch in einem kleineren Format? Bleibt die zentrale Botschaft verständlich? Und erkennt man die kreative Idee in den unterschiedlichen Anwendungen wieder?
In dieser Phase entdeckt ihr häufig Details, die auf einem Moodboard noch nicht aufgefallen sind. Nutzt diese Erkenntnisse, um eure Entwürfe gezielt weiterzuentwickeln.
6. Präsentiert und verfeinert das Kreativkonzept
Sobald eure ersten Entwürfe überzeugen, könnt ihr das Konzept für die Präsentation aufbereiten. Zeigt dabei nicht nur die fertigen Entwürfe, sondern erklärt auch die Gedanken dahinter. Welche kreative Herausforderung sollte gelöst werden? Warum habt ihr euch für diese Leitidee entschieden? Und wie spiegelt sie sich in der Gestaltung wider?
Eine verständliche Präsentation macht eure Entscheidungen nachvollziehbar und hilft den Beteiligten, die Idee als Gesamtbild zu beurteilen. Verwendet dafür ausgewählte Entwürfe, visuelle Referenzen und kurze Erläuterungen. Ihr müsst nicht jede verworfene Idee zeigen, sondern vor allem den gewählten Ansatz überzeugend vermitteln.
Holt anschließend Feedback ein und prüft, welche Anmerkungen das Konzept verbessern können. Manchmal reichen kleine Anpassungen an Farben oder Formulierungen. In anderen Fällen lohnt es sich, einen gestalterischen Ansatz noch einmal zu überdenken.
Am Ende steht ein abgestimmtes Kreativkonzept, das die Leitidee anschaulich vermittelt und als Grundlage für die weitere Ausarbeitung dient.
Lesetipp: Ihr möchtet eure kreative Leitidee für eine Werbekampagne nutzen? In unserem Beitrag zur Kampagnenentwicklung erfahrt ihr, wie ihr eure Kampagne strategisch plant und die einzelnen Maßnahmen aufeinander abstimmt.
Kreativkonzept-Beispiel: Wie aus einer Idee eine Markenwelt wird
Wie wird aus einer kreativen Idee ein unverwechselbarer Markenauftritt? Das folgende fiktive Beispiel zeigt euch, wie ein Briefing zur Leitidee führt und wie sich diese schließlich im Erscheinungsbild einer Marke wiederfindet.
Beispiel: „Blüten voller Geschichten“ – Ein Blumenladen mit Persönlichkeit
Das Briefing
Ein Blumenladen möchte seinen Markenauftritt modernisieren und eine jüngere, designaffine Zielgruppe ansprechen. Bisher prägen Pastellfarben, verspielte Schriften und klassische Blumenillustrationen das Erscheinungsbild. Künftig soll die Marke ausdrucksstärker auftreten und die Individualität ihrer Blumenarrangements hervorheben.
Dabei möchte der Laden die emotionale Bedeutung von Blumen bewahren und gleichzeitig eine eigene gestalterische Handschrift entwickeln.
Die kreative Leitidee
Hinter jedem Blumenstrauß steckt eine Geschichte. Ob als kleine Aufmerksamkeit, als Zeichen der Liebe oder einfach als Geschenk an sich selbst: Blumen begleiten die unterschiedlichsten Momente im Leben.
Aus diesem Gedanken entsteht die Leitidee „Blüten voller Geschichten“. Sie rückt persönliche Erlebnisse und Gefühle in den Mittelpunkt und betrachtet jeden Blumenstrauß als Ausdruck einer individuellen Geschichte.
Die gestalterische Umsetzung
Die neue Markenwelt greift diesen erzählerischen Charakter auf und verbindet ihn mit einer ausdrucksstarken Gestaltung:
Farbwelt: Tiefes Burgunderrot bildet die Hauptfarbe, ergänzt durch Cremeweiß und warme Rosatöne. Die Kombination schafft eine warme Atmosphäre mit eigenständigem Charakter.
Typografie: Eine elegante Serifenschrift trifft auf eine moderne, schlichte Schrift für längere Texte.
Bildsprache: Detailreiche Nahaufnahmen und kunstvolle Blumenarrangements setzen die Blüten in Szene. Eine warme Lichtstimmung und ausgewählte Aquarellillustrationen unterstreichen den erzählerischen Charakter.
Sprache: Persönliche Botschaften wie „Jeder Strauß erzählt seine eigene Geschichte“ unterstreichen die emotionale Leitidee.
Anwendungen: Blumenpapier, Geschenkkarten, Website und Social-Media-Beiträge greifen die Markenwelt auf. Einzelne Sträuße erhalten eigene Namen und kleine Geschichten.
So wird der Blumenladen zu einer Marke, die weit mehr als schöne Arrangements präsentiert. Die Leitidee verleiht dem gesamten Auftritt einen erzählerischen Charakter und macht die persönliche Bedeutung der Blumen erlebbar.
Fiktives Brandboard: Beispielhafte Visualisierung der Leitidee „Blüten voller Geschichten“.
Lesetipp: Farben, Schriften und Logo prägen das Erscheinungsbild einer Marke. Wie ihr ein einheitliches Corporate Design entwickelt und worauf es dabei ankommt, erfahrt ihr in unserem Leitfaden.
Kreativkonzept-Vorlage: So bringt ihr eure Ideen in Form
Jetzt seid ihr dran! Damit eure kreativen Einfälle nicht nur im Kopf bleiben, haben wir eine praktische Kreativkonzept-Vorlage für euch vorbereitet. Auf einer Seite könnt ihr die wichtigsten Informationen zu eurem Projekt festhalten, eure Leitidee formulieren und erste Gestaltungsansätze sammeln.
Ihr könnt die Vorlage direkt am Bildschirm ausfüllen und speichern oder ausdrucken und eure Gedanken ganz klassisch mit Stift und Papier festhalten. So habt ihr alle wichtigen Bausteine eures Kreativkonzepts auf einen Blick und könnt jederzeit daran weiterarbeiten.
Bereit für die Umsetzung? Der letzte Kreativcheck
Eure Leitidee steht und die ersten Entwürfe sind fertig? Dann ist es Zeit für den letzten Kreativcheck! Mit den folgenden Fragen prüft ihr, ob euer Konzept stimmig ist und sich in der Praxis umsetzen lässt.
- Ist eure Leitidee klar und verständlich? Könnt ihr den zentralen Gedanken in wenigen Worten erklären, ohne lange ausholen zu müssen?
- Passt das Konzept zur Marke? Spiegelt eure Idee die Werte und Persönlichkeit der Marke wider?
- Spricht die Gestaltung eure Zielgruppe an? Passen Bildsprache, Tonalität und Botschaft zu den Menschen, die ihr erreichen möchtet?
- Hat eure Idee einen eigenen Charakter? Hebt sich euer Ansatz durch eine erkennbare kreative Handschrift von vergleichbaren Konzepten ab?
- Ergibt alles ein stimmiges Gesamtbild? Unterstützen sich Texte, Farben, Bilder und weitere Gestaltungselemente gegenseitig?
- Funktioniert die Idee in unterschiedlichen Formaten? Lässt sich eure Leitidee beispielsweise auf einer Website ebenso überzeugend umsetzen wie auf einem Plakat oder in Social Media?
- Ist das Konzept realistisch umsetzbar? Lassen sich eure Entwürfe mit den verfügbaren Ressourcen und innerhalb des vorgesehenen Zeitrahmens verwirklichen?
Ihr könnt alle Fragen mit Ja beantworten? Dann habt ihr eine solide Grundlage für die weitere Gestaltung geschaffen. Falls ihr bei einzelnen Punkten noch unsicher seid, nutzt die Gelegenheit, eure Idee gezielt zu überarbeiten. Schließlich gehört auch das Hinterfragen und Verfeinern zum kreativen Prozess.
Fazit: Gute Ideen brauchen ein starkes Konzept
Kreativität lebt von neuen Perspektiven, überraschenden Einfällen und dem Mut, Dinge anders zu denken. Ein durchdachtes Kreativkonzept hilft euch dabei, dieses Potenzial gezielt zu nutzen und aus einzelnen Ideen einen unverwechselbaren Auftritt zu entwickeln. Entscheidend ist, dass die kreative Leitidee zur Marke passt und sich konsequent in der Gestaltung widerspiegelt.
Ob ihr einen Markenauftritt neu entwickelt oder einem bestehenden Projekt frischen Wind verleihen möchtet: Gebt ungewöhnlichen Einfällen Raum, hinterfragt eure ersten Entwürfe und verliert dabei die eigentliche Aufgabe nicht aus dem Blick. So entstehen Ideen, die über das Papier hinaus wirken und einer Marke ihren eigenen Charakter verleihen.
Häufig gestellte Fragen zum Kreativkonzept
Was ist der Unterschied zwischen einem Kreativkonzept und einer Kampagne?
Ein Kreativkonzept definiert die inhaltliche und gestalterische Richtung eines Projekts. Eine Kampagne umfasst dagegen verschiedene aufeinander abgestimmte Kommunikationsmaßnahmen, die ein bestimmtes Ziel verfolgen. Das Kreativkonzept kann die kreative Grundlage einer Kampagne bilden, aber auch für einzelne Marken- oder Designprojekte entstehen.
Welche Tools helfen bei der Entwicklung eines Kreativkonzepts?
Für Brainstormings und die gemeinsame Ideenfindung eignen sich digitale Whiteboards wie Miro oder Mural. Pinterest bietet Inspiration für die Bildwelt, während ihr mit Canva Moodboards und erste Entwürfe gestalten könnt. Für detaillierte Designs sind Figma oder Adobe Illustrator hilfreich.
Wie lange dauert es, ein Kreativkonzept zu erstellen?
Je nach Umfang und Anforderungen kann die Entwicklung wenige Tage bis mehrere Wochen dauern. Während kleinere Projekte oft schneller umgesetzt werden können, benötigen umfassende Branding-Projekte mehr Zeit für Ideenfindung, Gestaltung und Abstimmungen.
Was ist die SCAMPER-Methode?
SCAMPER ist eine Kreativitätstechnik, mit der ihr bestehende Ideen gezielt weiterentwickelt. Die sieben Ansätze lauten: Substitute (Ersetzen), Combine (Kombinieren), Adapt (Anpassen), Modify (Verändern), Put to another use (Anders verwenden), Eliminate (Weglassen) und Reverse/Rearrange (Umkehren oder Neuordnen). Sie helfen euch, neue Perspektiven und kreative Lösungen zu entdecken.