LinkedIn-Content-Ideen für Unternehmen, die Reichweite und Vertrauen aufbauen

Mehrere Personen arbeiten gemeinsam in einem modernen Büro an einem Laptop, umgeben von Symbolen für Ideen, Kommunikation und Innovation.

LinkedIn ist die größte berufliche Social-Media-Plattform der Welt und hat sich im DACH-Raum als zentrales Netzwerk für Unternehmen, Fachleute und Entscheidungsträger:innen etabliert. Längst geht es hier nicht mehr nur um Karrieren oder Recruiting. LinkedIn ist heute ein relevanter Kanal für Unternehmenskommunikation, Positionierung und B2B-Marketing. Inhalte entscheiden maßgeblich darüber, wie Unternehmen wahrgenommen werden, wofür sie stehen und ob sie als glaubwürdig gelten.

Für Unternehmen stellt sich damit weniger die Frage, ob LinkedIn bespielt werden sollte, sondern wie. Sichtbarkeit entsteht nicht durch beliebige Beiträge, sondern durch durchdachte LinkedIn-Content-Ideen, die zur Zielgruppe, zur Marke und zu den eigenen Zielen passen. Ob Fachwissen, Einblicke hinter die Kulissen oder strategisch aufbereitete Formate wie Videos und Karussell Beiträge: Wer Inhalte gezielt plant und konsistent veröffentlicht, stärkt Vertrauen, fördert Interaktion und bleibt langfristig im relevanten Umfeld der Nutzer:innen.

 
 

Was können Unternehmen auf LinkedIn posten?

Unternehmen haben auf LinkedIn verschiedene Möglichkeiten, ihre Inhalte wirksam zu gestalten. Entscheidend ist dabei weniger die Frequenz als die Wahl der Formate. Aktuelle Auswertungen zeigen deutlich, dass bestimmte Content-Formate 2026 überdurchschnittlich gute Reichweiten- und Engagement-Werte erzielen.

Fachliche Inhalte

Fachliche Inhalte zählen weiterhin zu den stärksten Formaten. Kurze Experten-Posts, strukturierte How-to-Beiträge oder erklärende Threads werden vor allem von B2B-Entscheider:innen aktiv genutzt. Besonders gut performen Inhalte, die komplexe Themen einordnen, praxisnahe Tipps geben oder konkrete Lösungsansätze vorstellen. Meinungsbeiträge zu aktuellen Branchentrends erzielen zusätzlich hohe Interaktionsraten, da sie Diskussionen fördern und Haltung sichtbar machen.

Karussell-Beiträge

Karussell Beiträge gehören auch 2026 zu den leistungsstärksten Formaten auf LinkedIn. Analysen von Socialinsider zeigen, dass Karussells im Vergleich zu reinen Textposts eine deutlich höhere Klick- und Speicherquote erzielen. In groß angelegten Auswertungen von mehreren hunderttausend Beiträgen schneiden Dokument- und Karussell-Posts regelmäßig besser ab als andere organische Formate. Sie eignen sich besonders für Statistiken, Schritt-für-Schritt-Erklärungen, Projekt-Erkenntnisse oder kompakte Use Cases.

Native Videos

Native Videos gewinnen weiter an Bedeutung, insbesondere kurze Videos mit persönlichem Bezug. LinkedIn-Benchmark-Daten zeigen, dass native Video-Posts eine überdurchschnittliche Engagement Rate von etwa 5,6 % erzielen, höher als reine Text-Posts (ca. ≈ 4 %). Das bedeutet, dass Video-Content tendenziell besser abschneidet als reine Textbeiträge. Besonders gefragt sind kurze Einschätzungen, Learnings aus Projekten oder Einblicke in Arbeitsprozesse. Entscheidend ist dabei nicht die Produktionsqualität, sondern Authentizität und Klarheit der Botschaft.

Behind-the-Scenes Content

Behind-the-Scenes-Content, Teamvorstellungen und persönliche Einblicke performen stabil, da sie Vertrauen aufbauen. Studien im B2B-Marketing zeigen, dass Marken eher wahrgenommen und kontaktiert werden, wenn die Menschen hinter dem Unternehmen sichtbar sind. Auch Storytelling rund um Projekterfolge, Herausforderungen oder Fehler wird als glaubwürdig empfunden und stärkt die Beziehung zur Zielgruppe.

 

Lesetipp: Wir zeigen euch ausführlich, wie ihr einen LinkedIn-Newsletter erstellen könnt!

 

Erfolgsgeschichten

Social Proof bleibt ein zentraler Erfolgsfaktor. Kundenstimmen, kurze Case-Posts oder konkrete Erfolgsgeschichten schaffen Vertrauen, da sie reale Ergebnisse zeigen. Ergänzend dazu belegen Studien, dass 94 Prozent der Marketer:innen Vertrauen als wichtigsten Faktor für B2B-Wachstum einstufen. Inhalte, die Nutzen klar benennen und transparent kommunizieren, zahlen direkt auf dieses Ziel ein.

Interaktive Formate

Interaktive Formate wie Umfragen oder diskussionsorientierte Fragen erzielen ebenfalls hohe Sichtbarkeit. LinkedIn priorisiert Beiträge mit früher Interaktion, weshalb Polls und offene Fragen häufig überdurchschnittlich oft im Feed ausgespielt werden. Event-Rückblicke, Messe-Insights oder Reaktionen auf häufige Fragen aus dem Netzwerk ergänzen eine ausgewogene Content-Strategie sinnvoll.

Unterhaltender Content

Leichter, unterhaltender Content wie Memes oder pointierte Beobachtungen kann ebenfalls funktionieren, sofern der Markenbezug klar bleibt. Entscheidend ist, dass jedes Format strategisch eingesetzt wird und auf Sichtbarkeit, Vertrauen oder Positionierung einzahlt.

Unternehmen konzentrieren sich auf LinkedIn noch immer stark auf Posting-Frequenzen oder einzelne Trendformate. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass der Erfolg weniger von der Anzahl der Beiträge abhängt, sondern davon, wie gut Format, Inhalt und Zielgruppe zusammenspielen. Fachliche Tiefe, klare Einordnung und authentische Einblicke funktionieren langfristig deutlich besser als kurzfristige Reichweitenexperimente.
— Sophia, Social Media Managerin bei MarkOp
 

Welche Zielgruppe könnt ihr mit LinkedIn erreichen?

Mit weltweit über 1,2 Milliarden Mitgliedern ist LinkedIn das größte berufliche Netzwerk der Welt. Die Plattform ist international stark verbreitet und wird in zahlreichen Märkten aktiv genutzt. Besonders relevant ist LinkedIn in wirtschaftsstarken Regionen.

Ein Blick auf die Altersstruktur zeigt klar, welche Zielgruppen ihr mit LinkedIn besonders gut erreicht. Studien zeigen, dass der größte Anteil der Nutzer:innen zwischen 25 und 34 Jahre alt ist und rund 33,4 Prozent der weltweiten LinkedIn-Community ausmacht. Diese Gruppe umfasst vor allem berufstätige Fachkräfte, Spezialist:innen und aufstrebende Entscheider:innen. Ebenfalls stark vertreten sind junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren mit rund 20,5 Prozent, die LinkedIn gezielt für Orientierung, Berufseinstieg und Netzwerkaufbau nutzen. Deutlich kleiner ist hingegen der Anteil der über 55-Jährigen, der weltweit bei etwa 1,8 Prozent liegt. LinkedIn ist damit klar auf aktive, beruflich engagierte Zielgruppen ausgerichtet.

Auch die Geschlechterverteilung ist relevant für die Content-Planung. Weltweit identifizieren sich rund 56,8 Prozent der LinkedIn-Nutzer:innen als männlich. Frauen stellen einen etwas kleineren, aber weiterhin bedeutenden Anteil der Plattform. Für Unternehmen bedeutet das, dass LinkedIn vor allem für fachlich positionierte Inhalte geeignet ist, die Rollen, Verantwortung und berufliche Entwicklung adressieren.

Ein weiteres Signal für die professionelle Nutzung der Plattform ist das Wachstum der zahlenden Nutzer:innen. LinkedIn verzeichnete 2023 rund 174,5 Millionen Premium-Abonnements, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 154,4 Millionen im Jahr 2022 und rund 94 Millionen im Jahr 2019. Innerhalb weniger Jahre ist die Zahl der zahlenden Nutzer:innen damit um rund 85 Prozent gestiegen. Das zeigt, dass viele Nutzer:innen LinkedIn aktiv für Networking, Sichtbarkeit, Recruiting oder Geschäftsentwicklung einsetzen.

In der Nutzung unterscheidet sich LinkedIn klar von klassischen B2C-Plattformen. Nutzer:innen kommen mit einer konkreten Erwartungshaltung auf die Plattform: Sie suchen nach Branchen-News, fachlichem Input, Einordnung und Orientierung für ihre berufliche Rolle. Unterhaltung ist möglich, steht aber nicht im Mittelpunkt. Statt passivem Scrollen geht es häufiger um bewusstes Konsumieren von Inhalten.

Für euren Content bedeutet das, dass Substanz wichtiger ist als Lautstärke. Gute LinkedIn-Posts greifen reale Fragen aus der Branche auf, ordnen Entwicklungen ein und liefern klaren Mehrwert. Inhalte, die Diskussionen anstoßen oder neue Perspektiven eröffnen, passen deutlich besser zur Plattform als reiner Unterhaltungscontent ohne professionellen Kontext.

Das Diagramm zeigt die Altersverteilung der weltweiten LinkedIn-Nutzer:innen für das Jahr 2025. Die größte Gruppe ist 25–34 Jahre alt (33,4 %), gefolgt von 18–24 Jahren (20,5 %), 35–54 Jahren (15,9 %) und 55+ Jahren (1,8 %).

9 Praxisbeispiele für LinkedIn-Content-Ideen (mit Beispielen)

1. Einblicke in den Unternehmensalltag

Beiträge über den Arbeitsalltag gehören zu den beliebtesten Formaten. Diese Art von Content macht euer Unternehmen greifbar und zeigt, wie gearbeitet wird. Ihr stärkt so das Vertrauen in eure Marke.

Passende LinkedIn-Beiträge:

  • Eine kurze Bürotour, in der ihr eure Räumlichkeiten und Mitarbeitenden zeigt.

  • Einblicke in Firmenevents: Hier könnt ihr zusätzlich zum Endergebnis die Planung und Vorbereitung des Events zeigen.

  • Behind-the-Scenes-Material: Vor allem in sehr spezifischen Branchen hilft ein Einblick in die Prozesse im Hintergrund, euer Unternehmen nahbar und interessant wirken zu lassen.

Beispiel: Lunch an Learn bei MarkOp

Wenn es unsere Zeit im Agenturalltag zulässt, gibt es bei uns einmal im Monat einen spannenden Vortrag von Kolleg:innen für Kolleg:innen. Hier tauschen wir uns über die unterschiedlichsten Themen aus - sei es aktuelle Social-Media-Trends oder Prozessteuerung in Agenturen. Bevor es hier aber an’s Eingemachte geht wird erst einmal gemeinsam gekocht.

Ein spannender (und appetitlicher) Einblick hinter die Kulissen unserer Agentur:

2. Aktuelle Projekte und Learnings

Unternehmen können regelmäßig über laufende Projekte berichten. Updates zur Produktentwicklung, Learnings aus Kundenprojekten oder Herausforderungen aus dem Alltag liefern echten Mehrwert. Wichtig ist, nicht nur Erfolge zu zeigen, sondern auch Prozesse und Erkenntnisse zu teilen.

Passende LinkedIn-Beiträge:

  • Fehler zugeben: Ein Beitrag über einen Fehler oder eine Fehlannahme im Projekt und die daraus gezogenen Erkenntnisse liefern Mehrwert und lassen euch nahbar wirken.

  • Ein Beitrag über interne Prozesse, die sich in bisherigen Projekten bewährt haben. Gibt es Strategien und Arbeitsweisen, die euch auszeichnen und euch von anderen Unternehmen abheben?

  • Learnings nach erfolgreichen Projekten: Was lief gut, was weniger gut, welche Erkenntnisse habt ihr daraus gewonnen?

Beispiel: 24h-Plakat-Aktion von nucao

Das Beispiel der 24h-Plakat-Aktion von nucao zeigt, wie wirkungsvoll transparenter Prozess-Content auf LinkedIn sein kann. Statt nur das Ergebnis zu präsentieren, teilt das Unternehmen Learnings und Einblicke in die Umsetzung, was den Beitrag authentisch und nachvollziehbar macht. Der humorvolle Ton sorgt für Aufmerksamkeit, ohne den fachlichen Kontext zu verlieren, und unterstützt eine glaubwürdige Positionierung der Marke.

3. Vorstellung von Fachabteilungen und Teams

Die Vorstellung einzelner Teams oder Fachabteilungen ist eine einfache, aber wirkungsvolle Content-Idee. Wenn Mitarbeitende getaggt werden, erhöht das eure Reichweite und sorgt für zusätzliche Interaktion. Gleichzeitig lernen eure Follower die Struktur und Expertise des Unternehmens besser kennen.

Passende LinkedIn-Beiträge:

  • Blick hinter die Kulissen: Ein Post zu Meetings, Workshops oder Events im Team, der eure Unternehmenskultur sichtbar macht.

  • FAQ: Welche Fragen bekommt das Team am häufigsten gestellt, und wie beantwortet ihr sie?

  • Neue Teammitglieder vorstellen: Wer sind eure Neuzugänge und wie bereichern sie euer Team?

Beispiel: Firmenjubiläum bei der ZAW Leipzig

Das Beispiel zum Firmenjubiläum der ZAW Leipzig zeigt, wie klassische Unternehmensanlässe sinnvoll für LinkedIn aufbereitet werden können. Der Fokus liegt weniger auf Selbstdarstellung als auf Einordnung, Rückblick und Wertschätzung, was gut zum professionellen Kontext der Plattform passt. Solcher Content stärkt die Markenidentität und fördert Nähe, ohne werblich zu wirken.

4. Soziales Engagement teilen

Engagement über das Kerngeschäft hinaus wird auf LinkedIn positiv wahrgenommen. Beiträge über soziale Projekte, Nachhaltigkeit oder gesellschaftliche Verantwortung stärken das Markenbild und zeigen Haltung.

Passende LinkedIn-Beiträge:

  • Nachhaltigkeit: LinkedIn-Posts dazu, wie euer Unternehmen zum Umweltschutz beiträgt, etwa durch grüne Büro-Ressourcen oder die Nutzung erneuerbarer Energien.

  • Soziale Projekte: Welche Organisationen oder Einrichtungen habt ihr unterstützt und warum?

  • Die Community mit einbeziehen: Welche Themen und Projekte sind euren Followern besonders wichtig?

Beispiel: Nachhaltigkeitsberichte unseres Kunden SLF Fraureuth

Das Beispiel der Nachhaltigkeitsberichte von SLF Fraureuth zeigt, wie komplexe und oft trockene Themen auf LinkedIn sinnvoll vermittelt werden können. Durch die verständliche Aufbereitung zentraler Inhalte werden Transparenz und Verantwortungsbewusstsein sichtbar. Der Content zahlt klar auf Glaubwürdigkeit ein und positioniert das Unternehmen als reflektierten, nachhaltig handelnden Akteur.

5. Zahlen und Fakten als Infografiken

Daten lassen sich hervorragend in visuelle Inhalte übersetzen. Infografiken zu Kennzahlen, Markttrends oder internen Entwicklungen erzielen oft hohe Aufmerksamkeit. Karussell-Posts eignen sich besonders gut, um mehrere Zahlen oder Details strukturiert darzustellen.

Passende LinkedIn-Beiträge:

  • Projektzahlen greifbar machen: Eine Grafik, die zeigt, wie viele Stunden, Schritte oder Beteiligte hinter einem Projekt stecken. Unterhaltsame Details, beispielsweise "so viele Tassen Kaffee wurden konsumiert", lockern das Thema zusätzlich auf.

  • Vorher-Nachher-Vergleich: Infografiken zeigen die Wirkung neuer Maßnahmen oder Strategien besonders deutlich.

  • Umfrageergebnisse: In Infografiken lassen sich die Ergebnisse von Abstimmungen und Umfragen visuell aufbereiten und mit offenen Fragen an die Community verbinden.

Beispiel: Funfacts als Infografiken von funk

Das Beispiel der Funfacts-Infografiken von funk zeigt, dass humorvoller Content auf LinkedIn funktionieren kann, wenn er klug eingeordnet ist. Die Gegenüberstellung von Monogamie bei Tieren und beim Menschen verbindet Unterhaltung mit Wissensvermittlung und bleibt damit im professionellen Kontext. Der leichte Ton sorgt für Aufmerksamkeit, während der inhaltliche Kern Diskussionen anstößt und zum Teilen einlädt.

6. Erfolgsgeschichten aus Kundensicht

Erfolgsgeschichten zeigen konkret, wie Unternehmen Kund:innen geholfen haben. Statt werblicher Sprache steht der Nutzen im Vordergrund. Diese Inhalte verbinden Storytelling mit Business-Bezug und stärken das Vertrauen potenzieller Kund:innen.

Passende LinkedIn-Beiträge:

  • Zitate eurer Kund:innen: Positives Feedback einzelner Personen erhöht die Glaubwürdigkeit und stärkt das Vertrauen in euer Unternehmen.

  • Konkrete Herausforderungen schildern: Welche Probleme hatten eure Kund:innen und wie habt ihr diese gelöst?

  • Zusammenarbeit über einen längeren Zeitraum: Ihr habt treue Kund:innen, mit denen ihr schon seit mehreren Monaten oder Jahren zusammenarbeitet? Ein Beitrag zur Geschichte der Partnerschaft zeigt Verlässlichkeit.

Beispiel: Unserer Rückblick auf den Projektstart mit dem Barre Studio Leipzig

Das Beispiel zum Rückblick auf den Projektstart mit dem Barre Studio Leipzig zeigt, wie Projekt-Content auf LinkedIn sinnvoll eingesetzt werden kann. Der Fokus auf Zusammenarbeit, Ziele und erste Schritte macht den Beitrag nachvollziehbar und persönlich. Solche Rückblicke stärken Beziehungen, zeigen Arbeitsweise und positionieren Unternehmen als verlässliche Partner:innen.

7. Die Community einbeziehen

Fragen an die Community sind ein einfacher Weg, um Kommentare zu generieren. Ob Meinungen, Erlebnisse oder Erfahrungen – solche Beiträge fördern Interaktion und erhöhen damit die Reichweite. Gleichzeitig liefern sie wertvolle Einblicke in die Zielgruppe.

Passende LinkedIn-Beiträge:

  • Offene Fragen zu aktuellen Themen: Was denken eure Nutzer:innen zu neuen Trends oder Informationen?

  • Umfragen: Ihr gebt eurer Community die Möglichkeit, durch wenig Aufwand mit euch zu interagieren und weckt das Interesse an eurem Profil.

  • Teile Thesen oder Statements, die zur Diskussion einladen.

Beispiel: Umfragen der Sparkasse

Das Beispiel der Umfragen der Sparkasse zeigt, wie interaktive Formate auf LinkedIn gezielt für Reichweite und Dialog genutzt werden können. Durch einfache, berufsrelevante Fragestellungen senken Umfragen die Interaktionshürde und fördern frühe Reaktionen im Feed. Gleichzeitig liefern sie wertvolle Einblicke in Meinungen und Bedürfnisse der Zielgruppe.

LinkedIn-Umfrage der Sparkasse zur Zunahme der Arbeitstage im Jahr 2026 mit vier Antwortmöglichkeiten und Ergebnissen.

8. Unterhaltsamer Content und Memes

Auch auf LinkedIn darf Content unterhalten – solange der Bezug zur Arbeitswelt und zur Zielgruppe klar erkennbar bleibt. Unterhaltsame Beiträge lockern den Feed auf, sorgen für Wiedererkennung und schaffen Nähe, ohne fachlich tief einsteigen zu müssen. Gerade Memes oder pointierte Beobachtungen funktionieren gut, wenn sie typische Situationen, Denkweisen oder Herausforderungen aus dem Berufsalltag aufgreifen. Entscheidend ist weniger der Informationsgehalt als das gemeinsame Verständnis innerhalb der Branche. Unterhaltender Content funktioniert auf LinkedIn dann besonders gut, wenn er nicht beliebig wirkt, sondern klar zeigt: Die Marke versteht ihre Zielgruppe und deren Realität.

Passende LinkedIn-Beiträge:

  • Memes zu Agentur-, Marketing- oder Büroalltag, die branchentypische Situationen humorvoll zuspitzen

  • Pointierte Ein-Satz-Posts oder Screenshots mit Wiedererkennungswert, zum Beispiel zu Meetings, Briefings oder Deadlines

  • Humorvolle Infografiken mit Wissensbezug, um komplexe Themen leicht zugänglich zu machen

  • Selbstironische Beiträge über Fehler, Missverständnisse oder Alltagsprobleme im Job

  • Kommentare zu aktuellen Trends oder Buzzwords, die bewusst überspitzt dargestellt werden

Beispiel: Memes von Agentur Boomer

Das Beispiel der Memes von Agentur Boomer zeigt, dass auch LinkedIn Platz für leichte Inhalte hat. Die Memes liefern zwar wenig fachliche Tiefe, treffen aber den Nerv der Branche. Genau darin liegt ihre Stärke: Ein kurzer Moment zum Schmunzeln, der gemeinsame Erfahrungen aufgreift und sofort verstanden wird. Solcher Content lockert den Feed auf, schafft Wiedererkennung und bleibt im Gedächtnis, solange der Bezug zur Zielgruppe klar erkennbar ist.

9. Aktuelle Themen aus eurer Branche

Aktuelle Entwicklungen aus der eigenen Branche gehören zu den wirkungsvollsten LinkedIn Content Ideen für Unternehmen. Nutzer:innen kommen gezielt auf die Plattform, um sich über Trends, Veränderungen und relevante News zu informieren. Beiträge, die aktuelle Themen aufgreifen und einordnen, zahlen auf Fachkompetenz und Relevanz ein. Entscheidend ist dabei nicht die Geschwindigkeit, sondern der Mehrwert: Warum ist diese Entwicklung wichtig und was bedeutet sie konkret für die Zielgruppe?

Passende LinkedIn-Beiträge:

  • Kurze Einordnungen zu News, Studien oder Marktveränderungen

  • Zusammenfassungen und Learnings aus Reports, Whitepapern oder Umfragen

  • Persönliche Einschätzungen zu neuen Tools, Technologien oder gesetzlichen Änderungen

  • Reaktionen auf Diskussionen, die aktuell in der Branche geführt werden

  • Erfahrungsberichte aus dem Arbeitsalltag im Zusammenhang mit neuen Trends oder Herausforderungen

Beispiel: News-Updates von t3n

Wer schnell an die neuesten Insights aus der Internet- und Online-Marketing-Welt kommen will, muss auf dem LinkedIn-Kanal von t3n nicht lang suchen. Statt reiner Nachrichtenvermittlung steht die Relevanz für die Zielgruppe im Vordergrund. Durch die Auswahl und Kontextualisierung aktueller Entwicklungen positioniert sich t3n als verlässliche Informationsquelle und bleibt im täglichen Feed fachlich präsent.

Screenshot mit drei LinkedIn-Beiträgen des t3n Magazins zu E-Commerce, Sicherheitslücken in Coding-Tools und Excel-Weltmeisterschaft.

Wie ihr auf LinkedIn eure Reichweite steigert

Reichweite auf LinkedIn entsteht nicht zufällig. Die Plattform folgt klaren Mechanismen, die Unternehmen verstehen und nutzen sollten. Laut Pete Davies, dem ehemaligen Senior Director of Product Management bei LinkedIn, lautet das Motto für LinkedIn-Content: „People you know, talking about things you care about.“ Genau dieses Ziel solltet ihr mit euren LinkedIn-Posts also anstreben: eine persönliche und vor allem relevante Ansprache eurer Kontakte.

Persönliche Profile erzielen in der Regel mehr Reichweite als reine Unternehmensprofile. Deshalb lohnt es sich für euch, Mitarbeitende, Influencer oder Personal Brands im Unternehmen aktiv einzubinden. Wenn Menschen über ihre Arbeit, Projekte oder Meinungen sprechen, wirkt das authentischer als anonyme Markenbotschaften.

Das Taggen von Personen erhöht zusätzlich eure Sichtbarkeit und Vertrauenswürdigkeit, sofern es sinnvoll und nicht willkürlich eingesetzt wird. Beiträge, die kommentiert und geteilt werden, werden wahrscheinlicher weiter ausgespielt. Gleichzeitig wird generischer oder stark KI-getriebener Content zunehmend abgestraft. LinkedIn bevorzugt Inhalte mit klarer Meinung, persönlichem Blick und echtem Mehrwert für Nutzer:innen. Eigene, kreative LinkedIn-Posts sind der Schlüssel zum Erfolg.

Videos und Infografiken schneiden besonders gut ab, da sie Aufmerksamkeit erzeugen und die Verweildauer erhöhen. Externe Links solltet ihr dagegen sparsam nutzen. Als Faustregel gilt: maximal 20 Prozent eurer Posts sollten Link-Beiträge sein, die auf eine andere Website oder einen Blog führen.

Auch eure Posting-Zeiten spielen eine Rolle. Da LinkedIn weniger privat als geschäftlich genutzt wird, funktionieren Werktage eher, am besten zwischen Dienstag und Donnerstag. Postet an diesen Tagen vormittags oder am frühen Abend zwischen 17 und 18 Uhr. LinkedIn-Accounts, die zu unregelmäßigen Zeiten und nicht zu häufig Inhalte veröffentlichen, sind dabei glaubwürdiger und persönlicher.

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Dos and Don’ts auf LinkedIn

Um eure LinkedIn Unternehmensseite optimal zu nutzen, gibt es einige Details zu beachten:

Dos:

  • Menschen im Unternehmen einbinden und sichtbar machen

  • Mitarbeitende in Beiträgen gezielt und sinnvoll taggen

  • Regelmäßig posten, jedoch mit überschaubarer Frequenz

  • Unterschiedliche Formate nutzen, etwa Text, Karussell-Beiträge, Videos oder Infografiken

  • Fragen stellen, um Interaktion und Kommentare zu fördern

  • Auf Kommentare zeitnah reagieren und Diskussionen begleiten

  • Selbst auf andere Posts reagieren

  • Die Unternehmensseite mit persönlichen Profilen verbinden

  • Eigene Inhalte priorisieren statt nur externe Links zu teilen

Don’ts:

  • Reine Produktwerbung ohne Kontext oder Nutzen posten

  • Beiträge von euren anderen Social Media-Plattformen 1:1 übernehmen

  • Zu viele Beiträge posten, die externe Links enthalten

  • Austauschbare, kopierte oder KI-generierte Inhalte teilen

  • Mitarbeitende oder Kontakte wahllos und im Übermaß taggen

  • Unregelmäßig posten und längere Pausen machen

  • Nur senden, aber nicht mit anderen Beiträgen interagieren

  • Kritik oder Nachfragen ignorieren

Tools, die euch bei der Erstellung eures LinkedIn-Contents helfen

  • Metricool: Metricool eignet sich besonders für Unternehmen, die ihren LinkedIn Content datenbasiert steuern möchten. Das Tool ermöglicht die Planung und das zeitgesteuerte Veröffentlichen von Beiträgen sowie eine detaillierte Auswertung von Reichweite, Interaktionen und Klicks. Ihr erkennt, welche Formate, Themen oder Posting-Zeiten gut funktionieren und könnt eure Content-Strategie gezielt weiterentwickeln. Gerade für regelmäßigen LinkedIn Content ist Metricool eine zentrale Steuerungs- und Analyseplattform.

  • Canva: Canva unterstützt euch bei der schnellen Erstellung von visuellen Inhalten wie Karussell Beiträgen, Grafiken oder kurzen Videos. Durch Vorlagen und einfache Bearbeitungsfunktionen lassen sich Inhalte auch ohne Design-Know-how markenkonform umsetzen. Besonders hilfreich ist Canva für die visuelle Aufbereitung von Statistiken, Zitaten oder Schritt-für-Schritt-Inhalten auf LinkedIn.

  • Figma: Figma eignet sich vor allem für Teams, die wiederkehrende Designsysteme und Layouts für LinkedIn Content entwickeln möchten. Karussell-Strukturen, visuelle Serien oder wiederkehrende Content-Formate lassen sich hier zentral anlegen und gemeinsam bearbeiten. Änderungen sind transparent nachvollziehbar, was Figma besonders für größere Teams oder Agenturen sinnvoll macht.

  • Notion: Notion wird häufig als zentrales Content-Hub genutzt. Ihr könnt dort Content-Ideen sammeln, Themencluster definieren, Redaktionspläne erstellen und einzelne LinkedIn-Posts vorbereiten. Durch flexible Datenbanken und Vorlagen eignet sich Notion gut, um strategische Planung und operative Umsetzung miteinander zu verbinden.

  • Trello: Trello bietet eine visuelle, leicht verständliche Struktur für die Content-Planung. LinkedIn-Posts lassen sich als Karten organisieren, durch verschiedene Status verschieben und klar Verantwortlichen zuordnen. Das Tool ist besonders geeignet für kleinere Teams, die einen übersichtlichen und pragmatischen Workflow benötigen.

  • LinkedIn Analytics: LinkedIn Analytics liefert grundlegende Einblicke in die Performance von Unternehmensseiten und Beiträgen. Ihr seht unter anderem Reichweiten, Interaktionen und Follower-Entwicklung. Das Tool eignet sich gut, um Trends zu erkennen und erste Rückschlüsse zu ziehen, wird in der Praxis jedoch häufig durch externe Analyse-Tools ergänzt.

Auch im Agenturalltag greifen wir auf Tools zurück, um LinkedIn Content effizient zu planen und auszuwerten. Besonders mit Metricool haben wir eine Lösung gefunden, mit der sich Inhalte übersichtlich vorbereiten, timen und anhand von Daten bewerten lassen. Das erleichtert die tägliche Arbeit und sorgt für eine konsistente Content-Planung.
— Sophia, Social Media Managerin bei MarkOp

Zusammenfassung: Eure LinkedIn-Checkliste

Diese Checkliste fasst die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Beitrag zusammen und hilft euch dabei, LinkedIn-Content strategisch, konsistent und zielgerichtet umzusetzen.

Strategie & Zielsetzung

  • Klare Ziele definieren: Sichtbarkeit, Vertrauen, Positionierung oder Recruiting

  • LinkedIn als langfristigen Kommunikationskanal verstehen, nicht als kurzfristigen Reichweitenhebel

  • Inhalte an Marke, Zielgruppe und Unternehmenszielen ausrichten

Zielgruppe verstehen

  • Inhalte auf beruflich aktive Nutzer:innen ausrichten, insbesondere Fachkräfte und Entscheider:innen

  • Erwartungshaltung berücksichtigen: fachlicher Mehrwert statt reiner Unterhaltung

  • Inhalte für bewusstes Konsumieren statt schnelles Scrollen entwickeln

Content-Formate gezielt einsetzen

  • Fachliche Inhalte und Einordnungen regelmäßig einplanen

  • Karussell-Beiträge für Zahlen, Learnings und strukturierte Inhalte nutzen

  • Native Videos für persönliche Einschätzungen und Einblicke einsetzen

  • Behind-the-Scenes-Content nutzen, um Vertrauen aufzubauen

  • Erfolgsgeschichten und Social Proof sichtbar machen

  • Interaktive Formate wie Umfragen gezielt für Reichweite einsetzen

  • Unterhaltenden Content nur mit klarem Branchen- oder Markenbezug posten

  • Aktuelle Branchenthemen einordnen statt nur zu teilen

Reichweite und Interaktion fördern

  • Mitarbeitende und persönliche Profile aktiv einbinden

  • Sinnvoll taggen, nicht wahllos

  • Diskussionen zulassen und Kommentare aktiv begleiten

  • Eigene Perspektiven und Meinungen zeigen

  • Videos und visuelle Inhalte priorisieren

  • Externe Links sparsam einsetzen

Posting-Praxis

  • Regelmäßig posten, ohne zu hohe Frequenz

  • Werktage bevorzugen, besonders Dienstag bis Donnerstag

  • Qualität vor Quantität stellen

  • Wiedererkennbare Formate entwickeln

Dos and Don’ts beachten

  • Keine reine Produktwerbung ohne Kontext

  • Keine 1:1-Übernahme von Content aus anderen Netzwerken

  • Keine austauschbaren oder rein KI-generierten Inhalte

  • Keine einseitige Kommunikation ohne Interaktion

Tools sinnvoll nutzen

  • Content planen, analysieren und optimieren

  • Design- und Planungstools einsetzen, um effizient zu arbeiten

  • Performance regelmäßig auswerten und Strategie anpassen

Fazit

LinkedIn ist für Unternehmen ein strategischer Content-Kanal, kein kurzfristiges Reichweitenexperiment. Sichtbarkeit, Vertrauen und Relevanz entstehen nicht durch Zufall, sondern durch Inhalte, die echten Mehrwert liefern und konsequent auf die Zielgruppe ausgerichtet sind. Entscheidend ist dabei weniger das einzelne Format als die inhaltliche Klammer: Welche Themen besetzt ihr, welche Perspektive bringt ihr ein und welchen Nutzen haben eure Beiträge für Leser:innen?

Gute LinkedIn-Content-Ideen für Unternehmen basieren auf Fachwissen, Haltung und Dialogbereitschaft. Wer regelmäßig relevante Inhalte teilt, Einblicke gibt und Diskussionen zulässt, positioniert sich nachhaltig als kompetente und glaubwürdige Stimme im eigenen Umfeld. LinkedIn belohnt genau diese Form von Content mit Aufmerksamkeit, Interaktion und langfristiger Präsenz bei Kund:innen, Fachleuten und Entscheidungsträger:innen.

 

Häufig gestellte Fragen zu LinkedIn-Content-Ideen

Wie oft sollten Unternehmen auf LinkedIn posten?

Zwei bis drei Beiträge pro Woche reichen in der Regel aus. Zu viele, willkürliche Beiträge können sich negativ auf euer Profil auswirken. Bevorzugt Qualität über Quanität.

Wie erzielen Unternehmen mehr Interaktion und Kommentare?

Durch Umfragen, offene Fragen, persönliche Perspektiven und aktives Reagieren auf Kommentare steigt die Interaktion deutlich. Wenn ihr selbst mit der Community in Kontakt bleibt, wirkt sich das auch positiv auf die eigene LinkedIn-Reichweite aus.

Welche Fehler sollten Unternehmen bei LinkedIn-Content vermeiden?

Reine Werbung, kopierte Inhalte ohne Mehrwert, zu viele externe Links und fehlender Dialog mit der Community sollten vermieden werden. Auch KI-generierte Inhalte werden vom Algorithmus eher als irrelevant eingestuft.

Sophia Erbe

Sophia Erbe | Social-Media-Managerin

Sophia ist Social-Media-Managerin bei MarkOp und schreibt in unserem Magazin über das, was die Social-Media-Welt gerade bewegt - von neuen Tools über Plattform-Trends bis hin zum Einsatz von KI im Marketing.

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