Content-Cluster: Mit vernetzten Inhalten zu mehr Sichtbarkeit

Person ordnet Haftnotizen an einer Wand; darüber liegen grafische Symbole für verknüpfte Inhalte und Suche.

Ein veröffentlichter Blogbeitrag zu Social-Media-KPIs, später einer zur Engagement Rate und irgendwann ein weiterer zu Trends auf Social-Media: Jeder Beitrag beleuchtet einen anderen Aspekt, trotzdem gehören die Inhalte eigentlich thematisch eng zusammen.

Mit der Zeit wächst so immer mehr Content um einen bestimmten Schwerpunkt. Werden die einzelnen Beiträge jedoch nicht miteinander verbunden, stehen sie schnell wie einzelne Puzzleteile nebeneinander, obwohl sie gemeinsam ein viel klareres Bild ergeben könnten. Finden Nutzer:innen auf eurer Website zwar genau den Artikel, nach dem sie gesucht haben, aber keinen einfachen Weg zu passenden weiterführenden Inhalten, bleibt Potenzial ungenutzt. Auch für Suchmaschinen ist der thematische Zusammenhang dann nicht immer eindeutig erkennbar, was sich auf eure Sichtbarkeit auswirken kann.

Genau hier kommen Content-Cluster ins Spiel. Sie helfen euch dabei, verwandte Inhalte nicht länger als einzelne Bausteine zu betrachten, sondern sie zu einem größeren Themenbereich zusammenzuführen und einen klaren roten Faden zu schaffen. Wie das genau funktioniert, welche Vorteile Content-Cluster bieten und wie ihr Schritt für Schritt euren eigenen Cluster aufbaut, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

 
 

Was ist ein Content-Cluster und wie funktioniert er?

Ein Content-Cluster bündelt mehrere inhaltlich zusammenhängende Beiträge rund um ein übergeordnetes Hauptthema. Dabei werden einzelne Aspekte nicht isoliert betrachtet, sondern strukturiert einem gemeinsamen Themenbereich zugeordnet. So entsteht eine klare Struktur, in der sowohl übergeordnete als auch vertiefende Inhalte ihren festen Platz haben.

Ein Content-Cluster besteht üblicherweise aus drei zentralen Bestandteilen: einer Pillar Page, mehreren vertiefenden Cluster-Inhalten und einer durchdachten internen Verlinkung.

Tabelle mit den drei Bestandteilen eines Content-Clusters: Pillar Page, Cluster-Content und interne Verlinkung.

Pillar Page

Die Pillar Page bildet als zentraler Inhalt den Mittelpunkt eines Content-Clusters. Sie behandelt das übergeordnete Thema umfassend, bleibt bei einzelnen Teilaspekten aber bewusst auf einer übergeordneten Ebene. Von hier aus gelangen Nutzer:innen zu weiterführenden Beiträgen und damit zu den relevanten Informationen, die bestimmte Fragen oder Unterthemen detaillierter aufgreifen.

Die Pillar Page ist damit so etwas wie die Schaltzentrale des Clusters: Hier laufen die wichtigsten Informationen zusammen und von hier aus geht es in die einzelnen Vertiefungen.

Cluster-Content

Der Cluster-Content ergänzt die Pillar Page um einzelne Beiträge, die sich jeweils mit einem konkreten Teilbereich beschäftigen. Während die Pillar Page beispielsweise einen umfassenden Überblick über E-Commerce-SEO gibt, können sich die dazugehörigen Cluster-Beiträge mit Themen wie Keyword-Recherche, Produktseiten oder technischer Suchmaschinenoptimierung beschäftigen.

Auf diese Weise könnt ihr ein großes Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten, ohne alle Informationen auf einer einzigen Seite unterbringen zu müssen.

Interne Verlinkung

Damit aus einzelnen Beiträgen tatsächlich ein Content-Cluster entsteht, müssen die Inhalte miteinander verbunden sein. Eine zentrale Rolle spielt dabei die interne Verlinkung: Die Cluster-Beiträge verweisen auf die Pillar Page, während die Pillar Page wiederum auf passende Unterthemen weiterleitet.

Auch Verlinkungen zwischen einzelnen Cluster-Beiträgen können sinnvoll sein, wenn sie sich inhaltlich ergänzen. So entsteht eine logische Struktur aus miteinander verbundenen Inhalten, durch die sich Nutzer:innen leichter bewegen können und die zugleich thematische Zusammenhänge sichtbar macht.

Mehr als Links: Was Content-Cluster für SEO leisten

Guter Content funktioniert selten isoliert. Für Suchmaschinen ist nicht nur entscheidend, wie gut eine einzelne Seite optimiert ist, sondern auch ihre thematische Relevanz innerhalb der gesamten Website. Genau hier setzen Content-Cluster an: Sie machen sichtbar, welche Inhalte zusammengehören und welches Themengebiet ihr besonders umfassend abdeckt.

Durch die Verbindung von Pillar Page und Cluster-Content entsteht eine klare inhaltliche Struktur. Suchmaschinen können dadurch leichter erkennen, welche Seite ein übergeordnetes Thema behandelt und welche Beiträge einzelne Aspekte vertiefen. Gleichzeitig stärkt die interne Verlinkung die Beziehungen zwischen den Seiten und erleichtert es Suchmaschinen, neue oder weiterführende Inhalte zu finden.

Content-Cluster können außerdem dazu beitragen, Topical Authority aufzubauen. Statt zu einem Thema nur einen einzelnen Beitrag bereitzustellen, deckt ihr verschiedene Fragen, Suchintentionen und Teilbereiche ab. So könnt ihr Expertise zu einem Themengebiet sichtbar machen und zeigen, dass eure Website ein Thema fundiert und aus mehreren Perspektiven behandelt.

 

Lesetipp: Ihr möchtet tiefer in das Thema einsteigen? In unserem Beitrag zu Topical Authority erfahrt ihr, wie ihr euch mit relevanten und gut vernetzten Inhalten als thematische Anlaufstelle positioniert.

 

Auch für eure Keyword-Strategie bietet das Vorteile. Während die Pillar Page häufig auf ein breiteres Suchthema ausgerichtet ist, können die einzelnen Cluster-Beiträge gezieltere Keywords, Long-Tail-Keywords und konkrete Nutzerfragen abdecken. So schafft ihr mehrere mögliche Einstiegspunkte über die organische Suche und könnt zusätzlichen Traffic auf unterschiedliche Seiten des Clusters lenken.

Darum lohnt sich ein Content-Cluster

Content-Cluster unterstützen euch nicht nur bei der Suchmaschinenoptimierung. Sie schaffen auch mehr Struktur in der Content-Planung und helfen Besucher:innen eurer Website dabei, sich über interne Verlinkungen gezielt durch ein Thema zu bewegen.

Mehr Struktur in der Content-Planung

Statt einzelne Beiträge unabhängig voneinander zu planen, denkt ihr Inhalte von Anfang an im Zusammenhang. Ein übergeordnetes Thema lässt sich in mehrere relevante Unterthemen aufteilen, die nach und nach bearbeitet werden können. Das erleichtert die Redaktionsplanung und sorgt dafür, dass neue Inhalte gezielter entstehen.

Bessere Orientierung für Nutzer:innen

Ein gut aufgebauter Content-Cluster macht es leichter, sich innerhalb eines Themenbereichs zu bewegen. Nutzer:innen können von einem allgemeinen Überblick direkt zu den Aspekten wechseln, die für sie besonders relevant sind. Gleichzeitig stoßen sie über interne Verlinkungen auf weitere passende Inhalte.

Content-Lücken schneller erkennen

Betrachtet ihr ein Thema als Cluster, werden Lücken plötzlich ziemlich sichtbar: Welche Frage bleibt noch unbeantwortet? Welcher Teilbereich fehlt bisher komplett?

 

Lesetipp: Ihr möchtet herausfinden, welche Themen in eurem Content noch fehlen? In unserem Beitrag zur Content Gap Analyse erfahrt ihr, wie ihr relevante Lücken erkennt und gezielt schließt.

 

Bestehenden Content sinnvoll nutzen

Für einen Content-Cluster müsst ihr nicht immer komplett bei null anfangen. Oft lassen sich bereits vorhandene Beiträge einer Pillar Page zuordnen, aktualisieren oder miteinander verknüpfen. Dadurch bekommt bestehender Content eine klarere Funktion innerhalb eurer Website und kann wieder stärker in den Fokus rücken.

Themen langfristig weiterentwickeln

Content-Cluster sind nicht statisch. Neue Entwicklungen, Fragen oder Suchintentionen lassen sich jederzeit ergänzen. So kann ein Cluster mit der Zeit wachsen und ein Themengebiet immer umfassender abdecken.

Viele Inhalte sind noch kein Content-Cluster

Vergleichstabelle: Einzelne Inhalte stehen eher unabhängig nebeneinander, während ein Content-Cluster Themen, Suchintentionen, interne Links und Aktualisierungen systematisch bündelt.

Der Unterschied liegt also nicht unbedingt darin, wie viel Content ihr zu einem Thema habt, sondern wie bewusst die einzelnen Inhalte geplant, eingeordnet und miteinander verbunden sind. 

In 7 Schritten zum Content-Cluster

Ein Content-Cluster entsteht nicht einfach dadurch, dass mehrere Beiträge dasselbe Oberthema behandeln. Damit daraus eine sinnvolle Struktur wird, braucht es ein klares Kernthema, passende Unterthemen und eine durchdachte Verknüpfung der Inhalte.

Siebenstufige Prozessgrafik zum Aufbau eines Content-Clusters: vom Kernthema über Keyword-Recherche und Pillar Page bis zur laufenden Weiterentwicklung.

1. Legt das Kernthema fest

Am Anfang steht ein Thema, das breit genug ist, um mehrere relevante Unterthemen abzudecken, gleichzeitig aber klar zu eurem Angebot und eurer Zielgruppe und gegebenenfalls euren Buyer-Personas passt. Gute Kernthemen greifen Fragen, Probleme oder Interessen auf, die für eure potenziellen Kund:innen tatsächlich relevant sind.

Tipp: Statt ein sehr allgemeines Thema wie „Marketing“ auszuwählen, kann beispielsweise „E-Commerce-SEO“ eine passendere Grundlage für einen Content-Cluster sein.

2. Recherchiert Keywords und Suchintentionen 

Im nächsten Schritt schaut ihr euch an, wonach eure Zielgruppe rund um das Kernthema tatsächlich sucht. Neben klassischen Keywords sind dabei vor allem konkrete Fragen, Long-Tail-Keywords, unterschiedliche Suchintentionen und das Suchvolumen interessant.

So erkennt ihr, welche Teilbereiche sich für eigene Beiträge eignen und welche Inhalte besser gemeinsam auf einer Seite behandelt werden sollten. Entscheidend ist dabei nicht, möglichst viele Keywords unterzubringen, sondern die tatsächlichen Informationsbedürfnisse hinter den Suchanfragen zu verstehen.

3. Prüft bestehende Inhalte 

Bevor ihr neue Beiträge plant, lohnt sich ein Blick auf euren vorhandenen Content. Vielleicht habt ihr bereits Artikel, die sich einem Cluster zuordnen lassen oder als Grundlage für eine Pillar Page dienen können.

Prüft dabei auch, wo sich Inhalte überschneiden, welche Beiträge aktualisiert werden sollten und welche Themen bislang noch fehlen. So verhindert ihr, dass ihr Content doppelt produziert, und könnt vorhandene Ressourcen besser nutzen. Bevor ihr also den nächsten Artikel auf die To-do-Liste setzt, lohnt sich erst einmal ein Blick ins eigene Content-Archiv.

4. Plant die Pillar Page 

Anschließend legt ihr fest, welche Seite das Zentrum eures Content-Clusters bilden soll. Die Pillar Page gibt einen umfassenden Überblick über das Kernthema und greift die wichtigsten Teilbereiche auf, ohne jeden einzelnen davon bis ins Detail zu behandeln.

Die Pillar Page muss dabei nicht jede Frage bis ins letzte Detail beantworten. Ihre Aufgabe ist vielmehr, den Überblick zu behalten und an den richtigen Stellen den Weg in die Tiefe zu zeigen.

5. Definiert Cluster-Content 

Nun legt ihr fest, welche Unterthemen jeweils einen eigenen Beitrag erhalten. Jeder Cluster-Beitrag sollte einen klaren Schwerpunkt haben und eine möglichst eindeutige Suchintention bedienen.

So verhindert ihr, dass mehrere Seiten um dieselben Keywords konkurrieren oder nahezu dieselben Fragen beantworten. Gleichzeitig erweitert ihr das Kernthema Schritt für Schritt um relevante Perspektiven.

6. Verlinkt Inhalte sinnvoll miteinander 

Die interne Verlinkung hält den Cluster zusammen. Verlinkt eure Cluster-Beiträge zurück zur Pillar Page und verweist von dort auf die passenden Vertiefungen.

Auch Links zwischen einzelnen Cluster-Beiträgen können sinnvoll sein, wenn sie Nutzer:innen logisch zum nächsten Thema führen. Wichtig ist, dass die Verbindungen inhaltlich nachvollziehbar bleiben und nicht nur gesetzt werden, weil irgendwo noch ein interner Link fehlt.

7. Entwickelt Content-Cluster regelmäßig weiter

Mit der Veröffentlichung ist ein Content-Cluster nicht abgeschlossen, denn auch die kontinuierliche Optimierung gehört dazu. Neue Suchanfragen, Trends oder Entwicklungen können zusätzliche Unterthemen hervorbringen, während bestehende Inhalte mit der Zeit aktualisiert werden müssen.

Beobachtet deshalb regelmäßig, wie sich Sichtbarkeit und Rankings einzelner Seiten entwickeln, wo noch Potenzial besteht und ob neue Content-Lücken entstehen. So wächst euer Cluster mit dem Thema und bleibt langfristig relevant.

MarkOp Quick Check: Bildet euer Content schon einen Cluster?

Ihr habt bereits einige Inhalte rund um ein gemeinsames Thema und fragt euch, ob daraus schon ein echter Content-Cluster entsteht? Dann lohnt sich ein kurzer Blick auf das Zusammenspiel eurer Inhalte. Mit unserem MarkOp Quick Check könnt ihr prüfen, was bereits gut funktioniert und wo noch Potenzial für mehr Struktur und bessere Verknüpfungen steckt.

Checkliste „MarkOp Quick Check“ zur Frage, wie gut Inhalte bereits als Content-Cluster vernetzt sind.

Je mehr Häkchen ihr setzen könnt, desto stärker ist euer Themenbereich bereits vernetzt. Bleiben mehrere Punkte offen, zeigen sie euch direkt, wo ihr euren Content noch besser bündeln, verknüpfen oder weiterentwickeln könnt.

Vom Einzelbeitrag zum Netzwerk: Content-Cluster in der Praxis

Wie ein Content-Cluster konkret aussehen kann und wie aus einzelnen Inhalten ein starkes Ganzes entsteht, lässt sich gut an einem Beispiel aus dem Social-Media-Bereich zeigen. Stellt euch ein Unternehmen vor, das ein Tool anbietet, mit dem sich Social-Media-Performance analysieren und auswerten lässt. Auf der Website soll allerdings nicht nur das Tool selbst im Mittelpunkt stehen, sondern auch hilfreicher Content rund um die Frage: Wie lässt sich Erfolg auf Social Media eigentlich messen?

Genau hier kann ein Content-Cluster entstehen, mit einer umfassenden Pillar Page zum Thema Social Media Analytics im Zentrum. Sie gibt einen Überblick darüber, welche Kennzahlen relevant sind, wie sich Social-Media-Daten auswerten lassen und was Unternehmen aus den Ergebnissen für ihre Strategie ableiten können. Die einzelnen Teilbereiche reißt sie dabei bewusst nur an, für die Details gibt es die passenden Vertiefungen.

Rund um diese zentrale Seite entstehen einzelne Beiträge, die konkrete Fragen genauer beantworten, zum Beispiel:

  • Die wichtigsten Social-Media-KPIs im Überblick

  • Engagement Rate berechnen und richtig einordnen

  • Reichweite vs. Impressionen: Wo liegt der Unterschied?

  • Social-Media-Reporting: Diese Kennzahlen gehören hinein

  • Social-Media-ROI messen: Lohnt sich euer Aufwand?

Entscheidend ist, dass diese Inhalte nicht für sich allein stehen. Die einzelnen Beiträge verweisen auf die Pillar Page und, wenn es thematisch passt, auch untereinander. So entsteht nach und nach ein Netz aus Inhalten statt einer Sammlung voneinander losgelöster Artikel.

Auch andere Formate können den Cluster sinnvoll ergänzen. Ein Lexikon erklärt Begriffe wie Engagement Rate, Impressions oder Conversion Rate kompakt, während ein ausführlicher Guide oder ein Whitepaper  in die Analyse der eigenen Social-Media-Performance vertiefen und zusätzliche Hilfestellung bieten kann.

Ein guter Content-Cluster versucht nicht einfach, möglichst viele Begriffe rund um Social Media abzudecken. Dabei gilt nicht: Hauptsache möglichst viel Content zu Social Media. Vielmehr bekommt jeder Inhalt eine klare Aufgabe und einen festen Platz im größeren Themenbild. Erst durch diese Verbindungen wird aus einzelnen Beiträgen tatsächlich ein Cluster.

Schaubild eines Content-Clusters rund um die Pillar Page „Social Media Analytics“ mit verlinkten Themen wie KPIs, Engagement Rate, Reichweite, Reporting und ROI.

So könnten Pillar Page, Cluster-Content und ergänzende Inhalte miteinander verknüpft sein.

Ein Klick führt zum nächsten: So bewegen sich Nutzer:innen durch den Content-Cluster

Denkt euren Content-Cluster einmal aus der Perspektive eurer Zielgruppe: Mit welcher Frage oder Suchintention landet sie auf eurer Website? Welcher Inhalt wäre von dort aus der logische nächste Schritt?

Angenommen, jemand möchte wissen, wie sich die Engagement Rate berechnen lässt und landet über die Suche auf einem passenden Beitrag. Während des Lesens wird schnell klar: Die Engagement Rate ist nur eine von mehreren Kennzahlen, mit denen sich Social-Media-Erfolg messen lässt. Ein interner Link führt deshalb weiter zu einem Überblick über die wichtigsten Social-Media-KPIs.

Wer anschließend wissen möchte, wie die eigenen Werte im Vergleich abschneiden, gelangt von dort zum Beitrag über Social-Media-Benchmarks. Vielleicht entsteht dabei direkt die nächste Frage: Wie lassen sich all diese Zahlen eigentlich gemeinsam auswerten? Über die zentrale Pillar Page zu Social Media Analytics lässt sich das Thema wieder im größeren Zusammenhang betrachten und von dort aus weiter vertiefen.

Aus einer einzelnen Suchanfrage entsteht so eine kleine Reise durch mehrere passende Inhalte. Nutzer:innen müssen sich die nächsten Informationen nicht mühsam selbst zusammensuchen und im besten Fall führt jeder Inhalt ganz natürlich zum nächsten sinnvollen Schritt.

Content-Cluster und GEO: Welche Rolle spielen sie für die KI-Suche?

Suchmaschinen liefern längst nicht mehr nur eine Liste voller Links. Mit AI Overviews, AI Mode, ChatGPT Search und anderen KI-Systemen werden Informationen zunehmend direkt zusammengeführt und als Antwort auf komplexere Fragen ausgespielt. Damit rückt neben klassischem SEO auch die Generative Engine Optimization (GEO) stärker in den Fokus.

Content-Cluster können dafür eine gute Grundlage schaffen. Statt ein Thema nur mit einem einzelnen Beitrag abzudecken, beleuchten mehrere miteinander verbundene Inhalte unterschiedliche Fragen und Perspektiven. Das passt auch zur Funktionsweise moderner KI-Suchen: Umfangreichere Anfragen können in mehrere Teilfragen zerlegt werden, für die wiederum passende Informationen aus verschiedenen Quellen herangezogen werden.

Eine Pillar Page schafft dabei den Überblick, während einzelne Cluster-Beiträge bestimmte Aspekte vertiefen. So entsteht ein Themenbereich, der nicht nur auf ein einzelnes Keyword ausgerichtet ist, sondern verschiedene Fragen, Suchintentionen und Informationsbedürfnisse abdeckt.

Das bedeutet allerdings nicht, dass ein Content-Cluster automatisch den Weg in eine KI-Antwort findet. Entscheidend bleiben hilfreiche, aktuelle und verlässliche Inhalte, die Nutzer:innen einen echten Mehrwert bieten. Content-Cluster sind deshalb kein Shortcut in die nächste KI-Antwort. Sie schaffen vielmehr eine gute inhaltliche Grundlage, auf der verschiedene Fragen rund um ein Thema fundiert beantwortet werden können.

 

Lesetipp: Ihr möchtet genauer erfahren, worin sich klassische Suchmaschinenoptimierung und GEO unterscheiden? In unserem Beitrag zeigen wir euch, wo genau die Unterschiede liegen und warum beide Ansätze zunehmend zusammengedacht werden sollten.

 

Diese Stolperfallen schwächen euren Content-Cluster

Damit die Struktur eines Content-Clusters wirklich funktioniert, sollten die einzelnen Inhalte klar voneinander abgegrenzt, sinnvoll verknüpft und regelmäßig weiterentwickelt werden. Diese Fehler solltet ihr dabei versuchen zu vermeiden.

Das Kernthema ist zu breit

Ein Thema wie „Marketing“ bietet zwar jede Menge Stoff, ist für einen einzelnen Cluster aber meist zu groß. Je klarer ihr das Kernthema eingrenzt, desto leichter lassen sich passende Unterthemen, Suchintentionen und Inhalte ableiten.

Mehrere Beiträge beantworten dieselbe Frage

Wenn verschiedene Seiten fast dieselbe Suchintention bedienen, nehmen sie sich gegenseitig Raum. Achtet deshalb darauf, dass jeder Cluster-Beitrag einen eigenen Schwerpunkt setzt und eine konkrete Frage oder Perspektive abdeckt.

Der Cluster entsteht nur für Suchmaschinen

Möglichst viele Keywords rund um ein Thema abzudecken, macht noch keinen guten Content-Cluster. Im Mittelpunkt sollten immer die Fragen und Informationsbedürfnisse eurer Nutzer:innen stehen. Die Struktur sollte ihnen dabei helfen, ein Thema Schritt für Schritt besser zu verstehen.

Bestehender Content bleibt außen vor

Für einen neuen Cluster müsst ihr nicht automatisch neue Inhalte produzieren. Oft gibt es bereits Beiträge, die sich aktualisieren, neu einordnen oder stärker miteinander verknüpfen lassen. Ein Blick auf den vorhandenen Content kann sich daher immer lohnen.

Nach der Veröffentlichung passiert nichts mehr

Ein Content-Cluster ist kein abgeschlossenes Projekt. Neue Suchanfragen, Entwicklungen und Fragen können weitere Inhalte notwendig machen. Prüft deshalb regelmäßig, ob Beiträge noch aktuell sind, neue Lücken entstanden sind oder sich zusätzliche Verknüpfungen anbieten.

Fazit: Mit Content-Clustern zu mehr Struktur und Sichtbarkeit

Content-Cluster helfen euch dabei, einzelne Inhalte nicht länger isoliert zu betrachten, sondern als Teil eines größeren Themenzusammenhangs. Eine zentrale Pillar Page, vertiefende Cluster-Beiträge und sinnvolle interne Verlinkungen schaffen eine Struktur, die Nutzer:innen Orientierung gibt und gleichzeitig eure SEO-Strategie unterstützt.

Besonders wertvoll ist dabei, dass ihr nicht zwangsläufig bei null anfangen müsst. Oft lassen sich bestehende Beiträge neu ordnen, gezielt ergänzen und stärker miteinander verknüpfen. So wächst mit der Zeit ein Themenbereich, der immer umfassender wird.

Am Ende geht es also nicht darum, möglichst viele Inhalte zu produzieren, sondern die richtigen Inhalte sinnvoll miteinander zu verbinden. Genau darin liegt die Stärke von Content-Clustern: Es entsteht aus einzelnen Inhalten ein Themenbereich, der langfristig mitwachsen kann.

Häufig gestellte Fragen zu Content-Clustern

Wie viele Beiträge sollte ein Content-Cluster enthalten?

Eine feste Anzahl gibt es nicht. Entscheidend ist, dass die wichtigsten Teilfragen rund um das Kernthema sinnvoll abgedeckt werden. Je nach Thema kann ein Cluster aus wenigen Beiträgen bestehen oder mit der Zeit deutlich wachsen.

Wie erkennt ihr, ob zwei Inhalte in denselben Content-Cluster gehören?

Zwei Inhalte passen in denselben Cluster, wenn sie dasselbe übergeordnete Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und sich sinnvoll miteinander verknüpfen lassen. Gleichzeitig sollte jeder Beitrag eine eigene Suchintention und einen klaren inhaltlichen Schwerpunkt haben.

Können auch Produktseiten oder Landingpages Teil eines Content-Clusters sein?

Ja. Ein Content-Cluster muss nicht ausschließlich aus Blogbeiträgen bestehen. Auch Produktseiten, Landingpages, Lexikon-Einträge oder andere Formate können eingebunden werden, wenn sie thematisch zum Cluster passen und Nutzer:innen einen sinnvollen nächsten Schritt bieten.

Wie groß sollte eine Pillar Page sein?

Auch hier gibt es keine feste Wortzahl. Eine Pillar Page sollte das Kernthema umfassend genug behandeln, um Orientierung zu geben, ohne jeden Teilaspekt bis ins Detail auszuschöpfen. Vertiefende Informationen können anschließend in den verlinkten Cluster-Beiträgen folgen.

Ellen Karapetyan

Ellen Karapetyan | Werkstudentin Marketing

Als Werkstudentin bei MarkOp verbindet Ellen ihre Begeisterung für Geschichten, Sprache und kreative Inhalte. Im Magazin schreibt sie über alles rund um das Thema Content.

Erfahrt mehr über unsere Autorin Ellen →

Weiter
Weiter

Marketwatch: Social Media