Kostenlose Keyword-Tools: Unsere Top 10

SEO
Person hält eine Kreditkarte vor einem Laptop, darüber ist eine grafische Suchleiste mit Zauberstab- und Lupen-Symbol eingeblendet.

Keywords sind ein zentraler Bestandteil im Online-Marketing. Eine strukturierte Keyword-Recherche bildet die Grundlage für SEO, nachhaltigen Traffic aus Suchmaschinen und die Erstellung relevanter Inhalte. Sie wird unter anderem für Blogartikel und Websites, die Planung von Google-Ads-Kampagnen, Recherchen in der Produktentwicklung sowie die Optimierung von Inhalten auf Plattformen wie Amazon eingesetzt.

Gleichzeitig entwickeln sich Suchmaschinen weiter und bewerten Inhalte zunehmend anhand von Bedeutung und Kontext statt nur einzelner Begriffe. Deshalb ist es sinnvoll, die klassische Keyword-Recherche um semantische Ansätze wie Embeddings SEO zu ergänzen, bei denen thematische Cluster, Synonyme und verwandte Suchintentionen stärker berücksichtigt werden. Ohne passende Suchbegriffe und klare thematische Zusammenhänge erreichen Inhalte häufig nicht die gewünschte Sichtbarkeit.

Für die Keyword-Recherche stehen zahlreiche Anwendungen zur Verfügung, mit denen sich Suchbegriffe finden, analysieren und beobachten lassen. Sie zeigen wichtige Kennzahlen wie das monatliche Suchvolumen, den Wettbewerb beziehungsweise die Keyword-Schwierigkeit und die durchschnittlichen Kosten pro Klick (CPC). Diese Daten helfen dabei, geeignete Keywords auszuwählen und Inhalte gezielt zu planen.

 

Die folgenden Lösungen decken unterschiedliche Aufgaben innerhalb der Keyword-Analyse ab. Dazu gehören die Generierung neuer Keyword-Ideen, die Bewertung von Suchvolumen und Wettbewerb sowie die Analyse bestehender Rankings.

Kostenlose Varianten sind oft in der Anzahl der Abfragen begrenzt oder erfordern ein Konto. Zudem können sich Daten je nach Anbieter unterscheiden, weshalb es sinnvoll ist, Ergebnisse bei Bedarf mit mehreren Tools zu vergleichen. Im nächsten Abschnitt findest du eine Auswahl kostenloser Keyword-Tools, mit denen sich passende Suchbegriffe identifizieren und strukturieren lassen.

 

Lesetipp: Welche Bedeutung der der Google AI Mode für SEO bekommt, erfahrt ihr in unserem Blogbeitrag.

 

Google Keyword-Planer für eine schnelle Suchvolumen-Übersicht

Das hauseigene Keyword-Tool von Google Ads ist zwar nicht mehr das, was es einmal war, sollte bei der Recherche aber trotzdem nicht außer Acht gelassen werden. Voraussetzung für die Nutzung des Keyword-Planers ist ein kostenloses Konto bei Google Ads.

Der Google Keyword-Planer eignet sich gut, um aus einer größeren Liste potenzieller Suchbegriffe ein erstes Fokus-Keyword abzuleiten. Auch wenn nur grobe Suchvolumen-Spannen angezeigt werden, lassen sich Wettbewerb und kommerzielle Relevanz ausreichend einschätzen, um Keywords zu priorisieren.

 
 

Google Search Console für reale Suchanfragen und Rankings

Die Google Search Console zeigt dir, über welche Suchanfragen Menschen deine Website tatsächlich finden, wie oft Seiten ausgespielt werden und auf welchen Positionen sie ranken. Dieses Tool enthält allerdings keine Angaben zu Suchbegriffen, die zusätzlich wichtig wären. Einen Blick auf die Suchbegriffliste solltest du trotzdem riskieren, um die Seiten zu optimieren, mit denen du bereits gefunden, aber nicht geklickt wirst.

 
Wer neue Inhalte plant, ohne vorher in die Search Console zu schauen, übersieht oft die besten Chancen. Gerade Keywords auf den Positionen acht bis fünfzehn lassen sich mit überschaubarem Aufwand verbessern und liefern häufig schneller messbare Erfolge als komplett neue Inhalte.
— Alexander, SEO-Experte bei MarkOp

Google Trends für Trends und Saisonalität

Google Trends stellt dar, wie sich das Suchinteresse für Keywords im Zeitverlauf entwickelt und aus welchen Regionen Suchanfragen stammen. Das Tool wird häufig eingesetzt, um Themen zeitlich einzuordnen, saisonale Schwankungen zu erkennen und ähnliche Keyword-Varianten miteinander zu vergleichen, etwa bei der Redaktionsplanung oder Kampagnenvorbereitung. Außerdem könnt ihr alle Daten als CSV-Datei exportieren.

Tipp: Nutzt Trends immer ergänzend zu Keyword-Tools mit Suchvolumen. Trends zeigen eine Richtung und Dynamik, nicht die tatsächliche Nachfragehöhe.

 

SE Ranking für schnelle Keyword- und Ranking-Checks

SE Ranking ermöglicht in der kostenlosen Version Zugang zu einem Teil der SEO-Tools, die ihr am unteren Seitenrand finden könnt. Diese eignen sich gut für eine einfache punktuelle Analyse ohne Projektanlage. Einige davon sind in der Nutzung begrenzt oder erst in der Vollversion zur Verfügung, was die Übersicht nicht immer einfach macht. In der Praxis könnt ihr die verschiedenen Tools von SE Ranking genutzt, um schnell Rankings zu prüfen, einzelne Seiten zu analysieren oder neue Keywords grob einzuordnen.

Ein Screenshot des kostenlosen Keyword-Tools SE Ranking zeigt weitere Keyword-Vorschläge.
 

SEMrush für Keyword- und Wettbewerbsanalyse

SEMrush bietet umfangreiche Keyword- und Wettbewerbsdaten, ist in der kostenlosen Version jedoch stark eingeschränkt. Für die Nutzung muss ein Konto erstellt werden. Die Free-Version wird vor allem für gezielte Stichproben genutzt, etwa um zu prüfen, für welche Keywords Wettbewerber ranken oder um erste Keyword-Ideen für neue Themenfelder zu gewinnen.

Ein Screenshot des kostenlosen Keyword-Tools SEMRush zeigt eines der kostenlosen Tools, das SEO-Audit.
 

Seobility für kostenlose SEO-Checks

Die kostenlosen Tools von Seobility findet ihr, wie bei SE Ranking, gesammelt am unteren Seitenrand. Sie sind in in der kostenlosen Version zwar in ihrem Funktionsumfang und auf drei Abfragen pro Tag eingeschränkt, decken aber viele unterschiedliche Analysebereiche ab und eignen sich gut für schnelle, vielseitige SEO-Checks einzelner Seiten.

Ein Screenshot des kostenlosen Keyword-Tools Seobility zeigt einen Ranking Check eines Keywords.
 

SEOMator für SEO-Audits einzelner URLs

SEOMator analysiert einzelne URLs anhand zentraler SEO-Kriterien und der Keyword-Verwendung mit einem umfangreichen SEO-Audit. Damit werden viele technische und inhaltliche Aspekte einer Seite abgedeckt und es eignet sich gut für schnelle Qualitätschecks vor Veröffentlichungen oder zur punktuellen Überprüfung bestehender Inhalte. Vor der Nutzung ist eine Verifizierung per E-Mail erforderlich. Das integrierte Keyword-Tool ist aber kostenpflichtig.

Ein Screenshot des kostenlosen Keyword-Tools SEOMator mit übersichtlichen Punktescores für die eingegebene URL..
 

Keywordtool.io für Long Tail-Keywords

Ein weiteres Recherche-Tool, das ohne Anmeldung kostenlos nutzbar ist, heißt Keywordtool.io. Mit diesem lassen sich neue Keywords für u. a. Google, YouTube oder Amazon finden. Auch wenn viele Funktionen nur für eine zahlende Kundschaft zur Verfügung stehen, eignet sich das Tool prima zur Suche von Longtail-Keywords. Für jeden Suchbegriff werden mehrere hundert neue Keywords generiert und es kann neben verschiedenen Plattformen auch für verschiedene Sprachen (z.B. Google.de) gesucht werden. Die angezeigten Keywords müssen dann jedoch durch andere Tools nach ihrem Suchvolumen, Wettbewerb oder CPC analysiert werden.

 
Ein Screenshot des kostenlosen Keyword-Tools Keywordtool.io zeigt verschiedene passende Keywords, aber auch Einschränkungen der kostenlosen Version.
 

Ubersuggest für schnelle Keyword-Ideen

Mit dem kostenlosen Keyword-Tool Ubersuggest habt ihr die Möglichkeit, alle Funktionen von Google Suggest vollständig zu nutzen. Wenn man einen Suchbegriff eingibt, ermittelt das Tool alle von Google erstellten Keyword-Vorschläge. Außerdem wird der Suchbegriff zusätzlich mit Zahlen und Buchstaben erweitert, um noch mehr interessante Vorschläge zu generieren.

Am besten geeignet ist das Tool, wenn ihr einen schnellen Überblick über ein bestimmtes Thema erhalten wollt. Allerdings lassen sich Informationen wie Suchvolumina, Trends, etc. in diesem Tool vermissen.

 
Screenshot des kostenlosen Keyword-Tools Ubersuggest.
 

Answer the Public für Suchintentionen und Fragen

Das kostenlose Keyword-Tool Answer the Public erregte zu seinem Launch einige Aufmerksamkeit. Das liegt wahrscheinlich auch an der außergewöhnlichen Aufmachung. Abgesehen davon bietet das Tool aber bereits in seiner kostenlosen Version sehr nützliche Funktionen. Ihr könnt beispielsweise einen länderspezifischen Suchbegriff eingeben und das Tool kombiniert dann für euch (auf Basis von Google und Bing) relevante Fragen und Aussagen.

Die Ergebnisse stellt das Tool dir in ansprechenden Grafiken als Cluster kreisförmig aufbereitet zur Verfügung. Wenn man es lieber klassisch bevorzugt, kann man sich die Daten auch als unformatierte Listen anzeigen lassen.

Mit diesem Tool könnt ihr also einen tollen Einblick in die Intentionen eurer Zielgruppe gewinnen. Allerdings erhält man hier keine konkreten Zahlen zu Suchvolumina etc.

 
Ein Screenshot des kostenlosen Keyword-Tools Answer the Public.
 
Der kostenlose Zugriff mit einer Abfrage liefert bereits wertvolle Einblicke. Mit einem Konto könnt ihr drei mal täglich kostenlos suchen. Für mich hat Answer The Public unter den kostenlosen Tools besonders Potenzial.“
— Henry, SEO-Experte bei Markop

Browser-Erweiterungen ergänzen klassische Keyword-Recherche-Tools, indem sie relevante Keyword-Daten direkt in den Suchergebnissen anzeigen und so eine schnelle Bewertung während der Recherche ermöglichen.

Tipp: Nutzt Browser-Erweiterungen bewusst nur für Ersteinschätzungen. Die eingeblendeten Daten basieren oft auf vereinfachten Modellen und ersetzen keine fundierte Analyse mit vollwertigen Keyword-Tools.

Keyword Surfer für Suchvolumen in Google

Keyword Surfer zeigt Suchvolumen und verwandte Keywords direkt in der Google-Suche an. Die Erweiterung eignet sich besonders für schnelle Ersteinschätzungen im Rahmen der Keyword- Recherche, ohne zwischen verschiedenen kostenlosen SEO-Tools wechseln zu müssen.

Keywords Everywhere für Wettbewerbsdaten

Keywords Everywhere blendet Suchvolumen, CPC und Wettbewerbsdaten direkt im Browser ein. Die Erweiterung ist hilfreich, um Keywords bereits während der Recherche sowohl im SEO- als auch im SEA-Kontext zu bewerten und Entscheidungen für die Keyword-Strategie zu unterstützen.

 

Fazit

Auch mit einem kostenlosen Keyword-Tool könnt ihr in der Recherche schnell und effizient relevante Keywords für SEO, Website-Inhalte, Produkte und Services identifizieren. Solche Tools helfen dabei, Suchverhalten von Menschen besser zu verstehen und Chancen für neue Inhalte oder Optimierungen in Sekundenschnelle zu erkennen. Der Funktionsumfang kostenloser Keyword-Tools ist jedoch meist eingeschränkt, da erweiterte Analysen, größere Datenmengen oder tiefgehende Wettbewerbsvergleiche häufig kostenpflichtigen Lösungen vorbehalten sind.

Für den Einstieg in die Keyword-Recherche und grundlegende SEO-Analysen reicht ein kostenloses Keyword-Tool in vielen Fällen aus. Sobald jedoch umfangreiche Keyword-Listen, detaillierte Daten oder regelmäßiges Monitoring erforderlich sind, ist der Einsatz eines kostenpflichtigen Tools sinnvoll.

 

Häufig gestellte Fragen zu kostenlosen Keyword-Tools

Wie kann ich Keywords kostenlos recherchieren?

Keywords könnt ihr auch ohne Budget recherchieren. Kostenlose Keyword-Recherche-Tools funktionieren, wenn ihr verschiedene Datenquellen zusammenführt. Nutzt Tools, die euch Hinweise zu Nachfrage, Wettbewerb und Suchintention liefern, und bewertet Keywords nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel dieser Faktoren.

Welche kostenlosen Tools eignet sich am besten für den Einstieg in die Keyword-Recherche?

Für den Einstieg reicht eine kleine Kombination aus vier kostenlosen Tools völlig aus. Mit der Google Search Console erkennst du, für welche Suchanfragen deine Website bereits sichtbar ist und wo Optimierungspotenzial besteht. Der Google Keyword-Planer hilft dabei, Keywords grob nach Suchvolumen und Wettbewerb einzuordnen. Google Trends liefert zusätzlichen Kontext zu Saisonalität und Nachfrageverlauf. Für ein besseres Verständnis der Suchintention und typischer Nutzer:innenfragen ergänzt Answer The Public diese Basis sinnvoll.

Wann lohnt sich der Umstieg auf ein kostenpflichtiges Keyword-Tool?

Wann lohnt sich der Umstieg auf ein kostenpflichtiges Keyword-Tool?

Anna Eckl

Anna Eckl | Werkstudentin Marketing

Anna ist Werkstudentin bei MarkOp und schreibt in unserem Magazin darüber, wohin sich Marketing bewegt.

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