Die wichtigsten Content-Marketing-KPIs: So misst du Erfolg richtig!

Frau präsentiert Diagramme auf einem Bildschirm in einem Meeting, zwei Kollegen hören zu.

Oft unterschätzt, aber wesentlicher Bestandteil einer jeden Content-Marketing-Strategie und des digitalen Marketings insgesamt: die Erfolgsmessung. Viele Unternehmen investieren regelmäßig in Content, ohne genau zu wissen, welchen konkreten Beitrag ihre Inhalte zum Unternehmenserfolg leisten. Blogartikel werden veröffentlicht, Social-Media-Posts geplant und Kampagnen umgesetzt – doch ohne klare Kennzahlen bleibt oft unklar, was wirklich funktioniert und ob sich Aufwand, Zeit und finanzielle Ressourcen tatsächlich gelohnt haben. Genau hier kommen die sogenannten Key Performance Indicators (KPIs) im Content Marketing ins Spiel: Sie helfen euch dabei, den Erfolg eurer Inhalte messbar zu machen, Content-Marketing-Maßnahmen strategisch zu steuern und datenbasierte Entscheidungen zu treffen.

Klingt auf den ersten Blick vielleicht komplex, ist es aber nicht: In diesem Beitrag erfahrt ihr, was sich hinter dem Begriff verbirgt, welche Content-Marketing-KPIs es gibt, wie ihr diese messt und am Ende richtig interpretiert.

 

Bevor wir euch erklären, wie ihr den Erfolg eures Content Marketings messbar macht, muss der Begriff KPI zunächst genauer unter die Lupe genommen werden. Wenn ihr noch weitere zentrale Begriffe aus dem Marketing besser verstehen möchtet, findet ihr in unserem Überblick zu Marketingbegriffen zusätzliche Erklärungen.

Oftmals verschwimmen im Content Marketing die Grenzen zwischen den sogenannten Metriken und KPIs. Bei Metriken handelt es sich um allgemeine Messgrößen, welche die Grundlage für die KPIs bilden. Während Metriken Auskunft über den Status quo geben, können KPIs dagegen auch Fortschritte und Ergebnisse in Bezug auf bestimmte Ziele messen. Im Content Marketing greifen KPIs Leistungskennzahlen auf, die helfen, Content-Erfolg zu quantifizieren und zu bewerten.

Eine Metrik ist deshalb nicht automatisch eine KPI. Gleichzeitig basiert jede KPI aber auf einer oder mehreren Metriken. Erst durch die Verknüpfung mit einem konkreten Ziel wird aus einer einfachen Zahl eine aussagekräftige Kennzahl, die euch dabei hilft, eure Content-Strategie gezielt zu steuern.

Bevor ihr festlegt, welche Metriken und KPIs für eure Erfolgsmessung relevant sind, solltet ihr euch zunächst darüber klar werden, welches Marketingziel ihr verfolgt und welche Content-Formate ihr einsetzt. Denn nicht jede Kennzahl ist für eine Website, einen Blog oder Social-Media-Plattformen gleichermaßen aussagekräftig. Je nachdem, was ihr mit eurem Content erreichen möchtet, verändert sich auch, welche KPIs für euch wirklich relevant sind.

KPIs machen Erfolge sichtbar und steuerbar

Genau darin liegt die zentrale Funktion von KPIs im Content Marketing: Sie helfen euch dabei, den Erfolg eurer Inhalte messbar zu machen und datenbasierte Entscheidungen zu treffen. Vor allem dann, wenn euer Content auf Reichweite, Engagement oder Kundengewinnung einzahlen soll, sind klare Kennzahlen unverzichtbar. Ohne sie bleibt oft unklar, ob sich euer Aufwand tatsächlich lohnt und an welchen Stellen Optimierungspotenzial besteht.

Je nach Ziel können unterschiedliche KPIs relevant sein, zum Beispiel:

  • Traffic, Page Views und Unique Visitors zur Messung von Reichweite

  • Klicks, Downloads oder Käufe zur Bewertung konkreter Handlungen

  • Engagement-Kennzahlen zur Einschätzung der Interaktion mit euren Inhalten

KPIs helfen euch im Content Marketing deshalb nicht nur dabei, Ziele zu überprüfen, sondern auch dabei, eure Maßnahmen gezielt zu steuern und weiterzuentwickeln. Ihr erkennt:

  • welcher Content gut funktioniert

  • welche Kanäle die besten Ergebnisse liefern

  • an welchen Stellen ihr nachjustieren solltet

KPIs schaffen auch Transparenz

Welche Content-Marketing-KPIs für euch letztlich entscheidend sind, hängt immer von eurer individuellen Strategie, eurer Zielgruppe und euren konkreten Marketingzielen ab.

Darüber hinaus schaffen KPIs Transparenz innerhalb von Teams und gegenüber Stakeholdern. Sie helfen dabei:

  • Content-Marketing-Maßnahmen nachvollziehbar zu machen

  • datenbasiert zu argumentieren

  • Budgets besser zu begründen

  • die interne Akzeptanz von Content Marketing zu stärken

Gerade in Unternehmen, in denen Content Marketing noch um interne Anerkennung kämpft, sind klare Kennzahlen daher ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Nachdem ihr nun wisst, warum Content-Marketing-KPIs so wichtig sind, stellt sich die nächste Frage: Welche Kennzahlen solltet ihr konkret im Blick behalten?

Die folgende Übersicht zeigt euch die wichtigsten Content-Marketing-KPIs auf einen Blick:

Tabelle mit Marketing-KPIs und deren Bedeutung.

Verkaufs-, Bestands- und Kund:innendaten aus dem Kassensystem bilden die Grundlage für eine fundierte POS-Datenanalyse im stationären Handel.

Die genannten KPIs lassen sich in unterschiedliche Wirkungsebenen einordnen. Während user-relevante KPIs vor allem das Verhalten und Engagement eurer Zielgruppe abbilden, zeigen traffic-relevante KPIs die Reichweite und Sichtbarkeit eures Contents. Umsatz-relevante KPIs machen schließlich deutlich, welchen konkreten Beitrag eure Inhalte zum Unternehmenserfolg leisten.

Pyramiden-Grafik mit drei KPI-Ebenen: Traffic, User-Engagement und Umsatz mit zugehörigen Kennzahlen.

Dreistufige KPI-Pyramide: von Reichweite und Nutzerverhalten bis zu umsatzrelevanten Kennzahlen.

Website-Traffic beschreibt, wie viele Nutzer:innen eure Website oder einzelne Inhalte in einem bestimmten Zeitraum besuchen. Diese KPI zeigt euch, ob euer Content Sichtbarkeit aufbaut und grundsätzlich Interesse weckt. Im Unterschied zu den Page Views geht es hier stärker um das gesamte Besuchsaufkommen als um einzelne Seitenaufrufe.

Im Content Marketing ist Traffic vor allem ein wichtiger Indikator für Reichweite und Auffindbarkeit. Steigt der Traffic, spricht das in der Regel dafür, dass eure Inhalte über Kanäle wie organische Suche, Social Media, Newsletter oder Kampagnen erfolgreich Besucher:innen auf eure Seite bringen. Für die Interpretation solltet ihr jedoch nicht nur die Menge betrachten, sondern auch die Herkunft des Traffics. So könnt ihr besser einschätzen, welche Kanäle besonders gut funktionieren.

Wenn der Traffic steigt, aber andere KPIs wie Verweildauer, Conversion Rate oder generierte Leads schwach bleiben, kann das darauf hindeuten, dass ihr zwar Reichweite erzielt, aber nicht die richtige Zielgruppe ansprecht. Website-Traffic ist daher ein wichtiger erster Erfolgsindikator, sollte aber immer im Zusammenspiel mit weiteren Content-Marketing-Kennzahlen bewertet werden.

Website-Traffic beschreibt, wie viele Nutzer:innen eure Website oder einzelne Inhalte in einem bestimmten Zeitraum besuchen. Diese KPI zeigt euch, ob euer Content Sichtbarkeit aufbaut und grundsätzlich Interesse weckt. Im Unterschied zu den Page Views geht es hier stärker um das gesamte Besuchsaufkommen als um einzelne Seitenaufrufe.

Im Content Marketing ist Traffic vor allem ein wichtiger Indikator für Reichweite und Auffindbarkeit. Steigt der Traffic, spricht das in der Regel dafür, dass eure Inhalte über Kanäle wie organische Suche, Social Media, Newsletter oder Kampagnen erfolgreich Besucher:innen auf eure Seite bringen. Für die Interpretation solltet ihr jedoch nicht nur die Menge betrachten, sondern auch die Herkunft des Traffics. So könnt ihr besser einschätzen, welche Kanäle besonders gut funktionieren.

Wenn der Traffic steigt, aber andere KPIs wie Verweildauer, Conversion Rate oder generierte Leads schwach bleiben, kann das darauf hindeuten, dass ihr zwar Reichweite erzielt, aber nicht die richtige Zielgruppe ansprecht. Website-Traffic ist daher ein wichtiger erster Erfolgsindikator, sollte aber immer im Zusammenspiel mit weiteren Content-Marketing-Kennzahlen bewertet werden.

Unique Visitors zeigen, wie viele einzelne Nutzer:innen euren Content besucht haben. Jede Person wird innerhalb des gewählten Zeitraums nur einmal erfasst, unabhängig davon, wie oft sie eine Seite aufruft. Im Unterschied zu den Page Views macht diese KPI also sichtbar, wie viele reale Personen ihr tatsächlich erreicht habt.

Diese KPI im Content Marketing hilft euch dabei, eure tatsächliche Reichweite besser einzuschätzen und zu verstehen, wie viele unterschiedliche Personen ihr mit eurem Content erreicht. Für die Interpretation ist das oft wertvoller als reiner Traffic, weil Mehrfachbesuche die Zahl nicht verzerren. Gerade bei Blogartikeln ist das oft die relevantere Kennzahl als die reine Summe aller Aufrufe.

Ein starker Anstieg der Unique Visitors kann beispielsweise auf erfolgreiche SEO-Maßnahmen, viralen Content oder effektive Kampagnen hinweisen. Bleibt die Zahl jedoch konstant, obwohl euer Content zunimmt, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass ihr keine neuen Zielgruppen erschließt.

Backlinks sind externe Verlinkungen von anderen Websites auf eure Inhalte. Sie sind ein wichtiger Indikator dafür, ob euer Content auch außerhalb eurer eigenen Kanäle Wirkung entfaltet.

Gleichzeitig sind Backlinks ein zentraler Rankingfaktor für Suchmaschinen und ein starkes Signal für die Qualität und Autorität eures Contents. Viele hochwertige Backlinks entstehen meist dann, wenn euer Content einzigartig, datenbasiert oder besonders hilfreich ist. Wenn eure Inhalte häufig verlinkt werden, spricht das dafür, dass sie substanziell und zitierwürdig sind.

Brand Mentions erfassen, wie häufig eure Marke im Internet erwähnt wird – unabhängig davon, ob ein direkter Link gesetzt wird. Diese KPI zeigt euch, wie sichtbar und relevant ihr in digitalen Umgebungen seid. Gerade durch den rapiden Anstieg von KI-Suchen in der vergangenen Zeit ist die Bedeutung von Brand Mentions noch einmal gestiegen.

Dazu zählen Nennungen eurer Marke in klassischen Suchanfragen, auf Websites, in sozialen Medien oder in KI-Systemen selbst. Für euch liefern Brand Mentions Hinweise darauf, ob euer Content als relevant, wiedererkennbar und vertrauenswürdig wahrgenommen wird. Damit geht die Kennzahl über klassische Klicks hinaus und hilft euch, eure Markenpräsenz umfassender zu bewerten.

AI-Citations beschreiben, wie häufig eure Inhalte in Antworten von KI-Systemen wie ChatGPT, Perplexity und Gemini, also Chatbots oder Suchmaschinen mit generativer KI, aufgegriffen oder referenziert werden. Diese KPI gewinnt an Bedeutung, weil sich das Suchverhalten zunehmend verändert.

Wenn euer Content von KI-Systemen zitiert wird, erhöht das nicht nur eure Sichtbarkeit und potenzielle Reichweite, sondern kann auch ein starkes Signal dafür sein, dass eure Inhalte als glaubwürdig, hilfreich und gut strukturiert eingestuft werden. Besonders präzise aufbereitete Informationen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, von KI-Systemen berücksichtigt zu werden.

Da AI-Citations noch ein vergleichsweise neues Messfeld im Content Marketing sind, solltet ihr sie als ergänzende, zukunftsrelevante KPI betrachten.

Die Verweildauer, misst, wie lange sich Nutzer:innen auf einer bestimmten Seite aufhalten. Bleiben Besucher:innen länger auf einer Seite, ist das meist ein Hinweis darauf, dass euer Content relevant ist und Mehrwert liefert.

Im Content Marketing ist diese KPI ein zentraler Indikator für die inhaltliche Qualität eurer Inhalte. Je länger Nutzer:innen auf eurer Seite bleiben, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie sich intensiv mit eurem Content auseinandersetzen. Eine sehr kurze Verweildauer kann dagegen bedeuten, dass Erwartung und Inhalt nicht zusammenpassen oder dass der Beitrag nicht genug Substanz, Struktur oder Anreize zum Weiterlesen bietet. Gleichzeitig ist die Kennzahl auch aus SEO-Sicht wichtig, weil eine längere Beschäftigung mit dem Inhalt von Suchalgorithmen als positives Signal gewertet werden kann.

Zur Optimierung könnt ihr beispielsweise mit klaren Zwischenüberschriften, visuellen Elementen oder einer besseren Leserführung arbeiten, um die Aufmerksamkeit eurer Nutzer:innen länger zu halten.

Die Absprungrate gibt an, wie viele Nutzer:innen eure Seite verlassen, ohne eine weitere Interaktion durchzuführen oder eine relevante Verweildauer zu erreichen. Eine hohe Absprungrate kann ein Warnsignal sein: Vielleicht ist der Inhalt nicht relevant genug, die Seite bietet zu wenig nächste Schritte oder die Conversion-Pfade sind nicht klar.

Gleichzeitig müsst ihr den Wert der Bounce Rate immer im Kontext lesen. Gerade bei informativen Artikeln kann es auch vorkommen, dass jemand genau die gesuchte Antwort findet und danach wieder geht. Kritisch wird es vor allem dann, wenn zusätzlich die Verweildauer sehr niedrig ist. Das kann darauf hindeuten, dass der Content nicht überzeugt oder die Nutzerführung verbessert werden sollte.

Maßnahmen zur Optimierung können zielführende interne Verlinkungen, klare Call-to-Actions oder eine bessere Strukturierung des Contents sein.

Die Scrolltiefe misst, wie weit Nutzer:innen auf einer Seite nach unten scrollen. Damit könnt ihr erkennen, ob euer Content tatsächlich konsumiert wird oder ob Besucher:innen frühzeitig abspringen.

Besonders bei langen Blogartikeln, Ratgebern oder Landingpages ist diese KPI ein wichtiger Indikator für die Struktur und Relevanz eures Contents. Wenn viele Nutzer:innen nur den oberen Bereich der Seite sehen, kann das darauf hindeuten, dass der Einstieg nicht überzeugend genug ist oder der Content unübersichtlich wirkt. Scrollen Nutzer:innen dagegen weit nach unten, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass sie sich ernsthaft mit euren Inhalten beschäftigen.

Zur Optimierung kann es helfen, wichtigen Content weiter oben zu platzieren, Zwischenüberschriften klarer zu gestalten und visuelle Elemente gezielt einzusetzen.

Diese Kennzahl verdeutlicht das Verhältnis von neuen zu wiederkehrenden Nutzer:innen. Sie gibt euch Aufschluss darüber, ob ihr kontinuierlich neue Seitenbesucher:innen gewinnt und gleichzeitig bestehende an euch bindet.

Neue Besucher:innen sind wichtig, weil sie zeigen, dass ihr Reichweite aufbaut und neue Zielgruppen erreicht. Wiederkehrende Besucher:innen sind aber oft das stärkere Qualitätszeichen: Wenn mehr Menschen zurückkommen, spricht das dafür, dass euer Content als relevant, hilfreich oder vertrauenswürdig wahrgenommen wird. Diese KPI hilft euch also zu verstehen, ob ihr nur gefunden werden wollt oder ob ihr euch langfristig im Kopf eurer Zielgruppe verankert.

Ist der Anteil an wiederkehrenden Nutzer:innen sehr niedrig, kann das darauf hindeuten, dass euer Content zwar initial Interesse weckt, aber nicht genug Mehrwert bietet, um langfristig zu binden. In diesem Fall lohnt es sich, stärker auf Content-Serien, Newsletter oder wiederkehrende Formate zu setzen.

Die CTR beschreibt das Verhältnis zwischen Impressionen und Klicks. Sie wird beispielsweise bei Suchergebnissen, Anzeigen oder internen Verlinkungen verwendet und zeigt euch, wie gut ihr Aufmerksamkeit in tatsächliche Besuche umwandelt.

Ist die CTR hoch, signalisiert das meist, dass euer Thema und eure Darstellung relevant und ansprechend wirken. Besonders wichtig sind hier Faktoren wie Headlines, Meta-Descriptions oder Call-to-Actions. Ist die CTR niedrig, solltet ihr vor allem die Formulierung eures Angebots und eure Snippets prüfen.

Zur Optimierung könnt ihr beispielsweise verschiedene Formulierungen testen, konkrete Nutzenversprechen integrieren oder emotionale Trigger einsetzen.

Social Shares geben an, wie häufig eure Inhalte in sozialen Netzwerken geteilt werden. Wenn Menschen euren Content aktiv in ihrem eigenen Netzwerk teilen, spricht das dafür, dass sie den Content für relevant, hilfreich oder identitätsstiftend halten.

Ein Share ist damit oft stärker als ein bloßer Like, weil Nutzer:innen euren Inhalt damit bewusst weiterempfehlen. Besonders häufig werden Inhalte geteilt, wenn sie hilfreich, unterhaltsam oder emotional ansprechend sind. Für euch zeigt diese KPI im Content Marketing, welche Themen besonders gut ankommen, welche Formate Anschlusskommunikation auslösen und welchen Content eure Zielgruppe weitergeben möchte.

Gleichzeitig erhöhen Social Shares eure organische Reichweite, weil sich eure Inhalte über soziale Netzwerke weiterverbreiten. Um die KPI zu steigern, könnt ihr auf emotionale Trigger, klare Botschaften und leicht teilbare Formate setzen.

Leads sind potenzielle Kund:innen, die durch euren Content eine konkrete Handlung, etwa eine Newsletter-Anmeldung, einen Download oder eine Kontaktanfrage, ausführen. Diese KPI ist besonders wichtig, wenn euer Content auf Nachfrageaufbau oder Vertrieb einzahlt.

Sie zeigt euch, welchen direkten Beitrag euer Content Marketing zur Leadgenerierung und damit zur Vertriebs-Pipeline leistet. Entscheidend ist dabei nicht nur die Anzahl der Leads, sondern auch ihre Qualität. Gerade im B2B ist oft nicht die Masse entscheidend, sondern ob der richtige Content qualitativ gute Leads liefert.

Wenn ihr viel Traffic generiert, aber nur wenige Leads, kann das darauf hindeuten, dass eure Inhalte nicht ausreichend auf Conversions ausgerichtet sind. Optimierungsmaßnahmen sind zum Beispiel gezielt platzierte Call-to-Actions, relevante Angebote oder eine bessere Abstimmung von Content und Zielgruppe.

Die Conversion Rate beschreibt das Verhältnis zwischen Besucher:innen und denjenigen, die eine gewünschte Aktion ausführen. Dazu zählen zum Beispiel Käufe, Downloads oder Registrierungen. Sie gehört zu den wichtigsten Content-Marketing-KPIs, weil sie direkt zeigt, wie effektiv euer Content zur Zielerreichung beiträgt.

Eine hohe Conversion Rate zeigt, dass euer Content nicht nur Aufmerksamkeit erzeugt und zur Zielgruppe passt, sondern Nutzer:innen auch tatsächlich zur Handlung motiviert. Ist die Conversion Rate niedrig, lohnt sich der Blick auf vorgelagerte Faktoren: Kommt die richtige Zielgruppe auf eure Seite? Ist genug relevanter Traffic vorhanden? Und passt die Content-Experience zum nächsten Schritt?

Zur Optimierung könnt ihr Landingpages verbessern, Call-to-Actions klarer formulieren und mögliche Hürden im Conversion-Prozess reduzieren.

Der Return on Investment (ROI) ist eine zentrale KPI im Content Marketing. Er setzt den erzielten Ertrag ins Verhältnis zu den eingesetzten Kosten und hilft euch zu bewerten, ob sich eure Content-Marketing-Maßnahmen wirtschaftlich lohnen.

Damit ist der ROI besonders relevant für strategische Entscheidungen und die Budgetplanung, weil er zeigt, welchen finanziellen Beitrag eure Inhalte leisten. Gleichzeitig solltet ihr beachten, dass sich nicht alle Effekte sofort messen lassen. Gerade bei langfristigen Maßnahmen wie SEO oder Markenaufbau zeigt sich der ROI oft zeitverzögert.

Deshalb solltet ihr den ROI nie isoliert betrachten, sondern immer im Zusammenhang mit weiteren KPIs im Content Marketing – insbesondere mit Sichtbarkeit, Nutzung, Interaktion, Leads und Conversion.

Nun habt ihr bereits erfahren, welche unterschiedlichen Metriken und Content-Marketing-KPIs es gibt. Doch wie messt ihr sie? Google Analytics ist eine kostenlose Lösung, für die ihr nur ein vorhandenes Google-Konto besitzen müsst. Google Analytics liefert ohne großen Einrichtungsaufwand zum Beispiel Informationen über die Verweildauer, Absprungraten und vieles mehr.

Für Social-Media-Anwendungen gibt es auch verschiedene Analytics-Tools. Zum einen haben Plattformen wie Instagram bei Business-Accounts meist eigene Analysen, in dem Fall Instagram Insights, integriert. Andere externe Tools sind zum Beispiel Keyhole oder Fanpage Karma.

Auch für die Suchmaschinenoptimierung könnt ihr unterschiedliche Tools zu Rate ziehen. SEO-Tools wie Sistrix oder Semrush sind echte Alleskönner und helfen euch unter anderem dabei, Rankings und Backlinks zu analysieren. First-Party-Daten erhaltet ihr zusätzlich über die Google Search Console.

Zum Abschluss möchten wir euch bei der Interpretation eurer Metriken noch einen wichtigen Tipp geben. Betrachtet eure KPIs niemals isoliert, sondern immer im Zusammenhang! Einzelne Werte lassen einen großen Spielraum und können euch im Zweifel zu falschen Ableitungen führen. So steht eine niedrige Abschlussrate nicht unbedingt für schlechten Content. Wenn trotzdem viele Leads erzielt wurden oder die Seite eine geringe Absprungrate hat, weil viele Unterseiten besucht wurden, war euer Inhalt trotz geringer Abschlussrate erfolgreich. Seid demnach nie zu voreilig beim Betrachten eurer Content-Marketing-KPIs!

Die kombinierte Betrachtung eurer KPIs hilft euch nicht nur bei der Bewertung von Erfolg, sondern auch dabei, Potenziale für Content-Recycling zu erkennen. Wenn ein Inhalt zum Beispiel viel Traffic, gute Verweildauer oder viele Social Shares erzielt, kann es sinnvoll sein, ihn in einem neuen Format erneut auszuspielen.

Fazit

Content-Marketing-KPIs sind die Grundlage, um den Erfolg eurer Inhalte nicht nur zu vermuten, sondern klar messbar zu machen. Sie helfen euch dabei, eure Performance datenbasiert zu analysieren, gezielt zu optimieren und eure Content-Marketing-Strategie weiterzuentwickeln.

Wichtig ist dabei vor allem, die richtigen Kennzahlen auszuwählen und diese nicht isoliert zu betrachten, sondern immer im Zusammenhang zu analysieren. Nur so könnt ihr fundierte Entscheidungen treffen und das volle Potenzial eures Content Marketings ausschöpfen.

Mit Blick auf neue Entwicklungen wie KI-Systeme und verändertes Suchverhalten gewinnen zudem neue KPIs im Content Marketing zunehmend an Bedeutung. Wer diese frühzeitig berücksichtigt, kann sich langfristig einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern.

 

Häufig gestellte Fragen zu Content-Marketing-KPIs

Worauf muss bei der Erfolgsmessung im Content Marketing besonders geachtet werden?

Es ist wichtig, die Auswahl der relevanten Metriken und KPIs von den eigenen Marketingzielen und den genutzten Content-Formaten abhängig zu machen. Klare Ziele helfen dabei, die richtigen Kennzahlen auszuwählen und die Erfolgsmessung entsprechend anzupassen. Außerdem sollten Content-Marketing-KPIs immer im Zusammenhang mit anderen analysiert und interpretiert werden.

Wie verändert KI die KPIs im Content Marketing?

Künstliche Intelligenz verändert vor allem die Art, wie Inhalte gefunden und bewertet werden. Neben klassischen KPIs gewinnen neue Kennzahlen, wie Brand Mentions und AI Citations, an Bedeutung, die die Sichtbarkeit in KI-gestützten Systemen abbilden. Gleichzeitig ist es wichtiger, Content ganzheitlich zu bewerten, da Nutzer:innen Informationen zunehmend direkt über KI-Antworten konsumieren.

Welche Content-Marketing-KPIs sind für B2B-Unternehmen am wichtigsten?

Für B2B-Unternehmen stehen vor allem KPIs im Fokus, die zur Leadgenerierung und zum Geschäftsabschluss beitragen. Dazu zählen insbesondere generierte Leads, die Conversion Rate und der Return on Investment. Ergänzend spielen auch Kennzahlen wie Verweildauer oder wiederkehrende Besucher:innen eine wichtige Rolle, da Entscheidungen im B2B meist länger und komplexer sind.

Meike Demmer

Meike Demmer | Werkstudentin Marketing

Meike ist Werkstudentin bei MarkOp und schreibt in unserem Magazin über Medientrends.

Erfahrt mehr über unsere Autorin Meike →

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